Kriminalität

Einsatz gegen Doping-Schmuggel: Auszeichnung für Grenzpolizei

Einsatz gegen Doping-Schmuggel: Auszeichnung für Grenzpolizei

Einsatz gegen Schmuggel: Auszeichnung für Grenzpolizei

Pattburg/Padborg
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In einer grenzüberschreitenden Zusammenarbeit konnten die dänische Polizeieinheit UKA Vest und die deutsche Zollbehörde eine große Menge an Dopingmitteln und Medikamenten sicherstellen. Foto: Rigspolitiet

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Die dänische Grenzpolizei, „Ausländerkontrollabteilung West”, und das deutsche Zollwesen sind von der Welt-Anti-Doping-Agentur für ihre Ermittlungen zum Doping-Schmuggel und für ihre „vorbildliche länderübergreifende Zusammenarbeit” im Jahr 2022 und 2023 ausgezeichnet worden.

Die Ausländerkontrollabteilung West (UKA Vest) der Polizei für Südjütland und Nordschleswig und das deutsche Zollwesen sind im vergangenen Monat bei einem internationalen Anti-Doping-Kongress in Lausanne ausgezeichnet worden. Der Kongress wurde von der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) abgehalten, die eine Dachorganisation für alle nationalen Anti-Doping-Agenturen der Welt ist. Die beiden Behörden erhielten gemeinsam eine sternförmige Statuette mit der Inschrift „Anti-Doping I&I Award”. 

UKA Vest

Die Ausländerkontrollabteilung West ist eine Spezialeinheit der Polizei für Sudjütland und Nordschleswig mit Sitz in Pattburg (Padborg). UKA Vest bekämpft grenzüberschreitende Kriminalität in der Grenzregion – beispielsweise reisende kriminelle Gruppen – und arbeitet eng mit der Landespolizei, der Bundespolizei und dem Zoll in Deutschland zusammen. UKA Vest ist auch für die Kontrollen an der deutsch-dänischen Grenze verantwortlich.

Die Auszeichnung wurde für die bedeutendsten Ermittlungen gegen Doping-Schmuggel in der EU in den Jahren 2022 und 2023 und für die beste länderübergreifende Zusammenarbeit und Koordination zwischen Behörden verliehen.

Schlag gegen Schmugglerring im Grenzland

Der Hintergrund für die Auszeichnung liegt in den Ermittlungen und der Zusammenarbeit zwischen UKA Vest und dem deutschen Zoll in einem großen Dopingfall, bei dem fünf Männer nun wegen des Verdachts des Schmuggels von mehr als 20 Tonnen Dopingmitteln, Medikamenten und Drogen angeklagt sind.

„Es handelt sich um einen sehr umfangreichen Fall, bei dem es uns durch unsere Ermittlungen und Zusammenarbeit mit anderen Polizeibehörden und dem deutschen Zoll gelungen ist, große Mengen illegaler Substanzen vom Markt zu nehmen und den Fall gründlich zu untersuchen, damit die Beteiligten nun strafrechtlich verfolgt werden können”, sagte Polizeiinspektor Jesper Hansen, Leiter von UKA Vest, anlässlich der Preisverleihung. Der Fall wird ab dem 16. Mai vor Gericht verhandelt, und ein Urteil wird im Juni erwartet.

Juristische Grundlagen gesichert 

Die Staatsanwaltschaft der Polizei für Südjütland und Nordschleswig hat zusammen mit der Staatsanwaltschaft Flensburg und der Agentur der Europäischen Union für justizielle Zusammenarbeit (Eurojust) die juristischen Grundlagen für die internationale Zusammenarbeit gesichert.

„Eurojust hat uns geholfen, eine gemeinsame Ermittlungsgruppe zwischen den deutschen Behörden und uns einzurichten, was es uns ermöglicht hat, Informationen zwischen den Ländern leichter auszutauschen. Es war von großer Bedeutung, dass wir Informationen während der Ermittlungen kontinuierlich austauschen konnten”, sagte die Leiterin der Staatsanwaltschaft, Jannie Nøhr.

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