Natur und Umwelt

Schutt von Atomkraftwerken: neue Sorge im Grenzland

Schutt von Atomkraftwerken: neue Sorge im Grenzland

Schutt von Atomkraftwerken: neue Sorge im Grenzland

Flensborg Avis/kjt
Pattburg/Harrislee
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Ab in die Tonne. Aber wohin mit dem Schutt? Der Abriss des stillgelegte Kernkraftwerks Brunsbüttel und anderer Atomkraftwerke bereitet Sorgen. Foto: DPA

Laut politischen Beschlusses könnte die Deponie Balzersen nahe der Grenze verpflichtet werden, Schutt von zurückgebauten Atomkraftwerken zu lagern. Obwohl es sich nicht um radioaktives Material handeln würde, stößt eine Lagerung auf beiden Seiten der Grenze nach wie vor auf Ablehnung.

Die Gemeinde Harrislee, die Stadt Flensburg, der Deponiebetrieb Balzersen und die Kommune Apenrade/Aabenraa hatten sich allesamt gegen die ins Spiel gebrachte Lagerung von Schutt aus dem Rückbau der Atomkraftwerke Brunsbüttel, Krümmel und Brokdorf ausgesprochen. Die Sache schien vom Tisch.

Bereits im Mai hatte die Landesregierung Schleswig-Holstein allerdings beschlossen, dass einer Deponie die Lagerung zugewiesen werden kann. Der Beschluss ist erst jetzt in der Gemeinde Harrislee bekannt geworden, berichtet „Flensborg Avis“.

Nun macht sich erneut Besorgnis breit.

Gemeinsame Resolution

Clemens Teschendorf, Pressesprecher der Stadt Flensburg, sagt zu „Flensborg Avis“, dass die Sache im Rat der Region Sønderjylland-Schleswig aufgegriffen wird mit der Überlegung, eine Resolution gegen die Lagerung zu verfassen, wie es Flensburg und Harrislee vor geraumer Zeit gemacht hatten.

Auch Apenrades Bürgermeister Thomas Andresen (Venstre) äußerte sich erneut kritisch zu einer eventuellen Lagerung bei der Firma Balzersen, da die Deponie direkt an der Grenze und somit zur Kommune Apenrade liegt.

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