Gesundheitswesen

Mangel an Pflegepersonal in Süddänemark spürbar

Mangel an Pflegepersonal in Süddänemark spürbar

Mangel an Pflegepersonal in Süddänemark spürbar

Ritzau/nlm
Apenrade/Aabenraa
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In Dänemark scheitert die Hälfte aller Versuche, Stellen im Pflegebereich zu besetzen. Foto: Ritzau/Scanpix

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Pflegekräfte und Pflegebedürftige leiden unter dem Personalmangel im dänischen Gesundheitswesen. Der Versuch, neue Krankenschwestern und -pfleger einzustellen, gestaltet sich schwierig. Auch in Süddänemark sinkt die Anzahl der Pflegekräfte.

In Dänemark scheitert jeder zweite Versuch, eine freie Stelle im Bereich der Krankenpflege zu vergeben, da die Bewerberinnen und Bewerber ausbleiben. Dies ergeben die Zahlen der dänischen Arbeitsmarktbehörde (Styrelsen for Arbejdsmarked og Rekruttering).

Auch in Nordschleswig sei der Personalmangel bei den Pflegeberufen laut Lene Borregaard, der Direktorin von HR in Süddänemark (Human Resource), spürbar. Hinzu komme die Herausforderung, die bereits eingestellten Pflegekräfte in ihren Berufen zu behalten. Viele Kräfte im Krankenhausbereich suchen sich andere Stellen. Zwischen März 2021 und März dieses Jahres sollen in der Region Süddänemark 250 Krankenschwestern und -pfleger ihre Jobs aufgegeben haben. Aufgrund der hohen Arbeitsbelastungen in den Krankenhäusern gestaltet sich die Suche nach dem benötigten Ersatzpersonal immer schwieriger.

„Vor allem auf den Intensivstationen und in den Bettenabteilungen im somatischen Bereich haben uns einige Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verlassen“, sagt Borregaard, laut der es am schwersten sei, Personal für die Bereiche zu finden, in denen die Patientinnen und Patienten rund um die Uhr betreut werden müssen: „Bei den Berufen mit wechselnder Schichtarbeit ist es besonders schwer, das Personal langfristig zu halten“, meint Borregaard.

Im Apenrader Krankenhaus bedeutet der Personalmangel laut Eva Nielsen, der Direktorin für Krankenpflege in Süddänemark, dass die verbliebenen Pflegekräfte ihre Arbeit noch schneller ausführen müssen als zuvor und so ebenfalls unter einer steigenden Arbeitsbelastung leiden: „Letztlich bleibt weniger Zeit für den jeweiligen Patienten, da wir die Aufgaben mit weniger Händen bewerkstelligen müssen. Häufig sind wir dazu gezwungen, Prioritäten zu setzen, welche Aufgabe gerade am wichtigsten ist, und teilweise müssen wir Mitarbeiter einbestellen, die eigentlich einen freien Tag gehabt hätten“, so Nielsen.

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