Leitartikel

„Zurück auf den Berg“

Zurück auf den Berg

Zurück auf den Berg

Nordschleswig/Knivsberg
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Die deutsche Minderheit freut sich auf das Knivsbergfest am 11. September. Bleibt zu hoffen, dass das Coronavirus nicht wieder ein Bein stellt, denn wir brauchen das Knivsbergfest, meint Chefredakteur Gwyn Nissen.

Ringreiten: Abgesagt. Dorffest: Abgesagt. Musikfestival: Abgesagt. Oldtimertreffen: Abgesagt. Knivsbergfest: Findet statt. Nach anderthalb Jahren geprägt von Absagen dürfen wir uns in der deutschen Minderheit endlich wieder auf ein gemeinsames Fest freuen.

Das Knivsbergfest der deutschen Minderheit musste 2020 wegen der Corona-Pandemie wie so vieles andere abgesagt werden – und das ausgerechnet im Jubiläumsjahr, in dem der 100. Geburtstag der deutschen Minderheit gefeiert werden sollte. Es hätte des größte Knivsbergfest in der neuen Zeit sein sollen.

Im Juni 2021 dann der nächste Anlauf, doch das Coronavirus war noch zu weit verbreitet, und das Knivsbergfest wurde daher auf den 11. September verschoben. Doch damit war das Sommerfest der Minderheit immer noch nicht in trockenen Tüchern.

Würden die Corona-Vorgaben ein Knivsbergfest ermöglichen? Die Veranstalter um den Deutschen Jugendverband für Nordschleswig haben in den vergangenen Monaten jede Corona-Lockerung und jede Mitteilung der Regierung mit viel Anspannung verfolgt. Nun sollte alles im grünen Bereich sein, und diese Woche gaben schließlich auch die deutschen Schulen in Nordschleswig ihre Zusage.

Zwei Jahre lang kein Knivsbergfest? Das wäre wirklich schmerzhaft und undenkbar gewesen. Endlich können wir uns auf ein Wiedersehen freuen: mit Freunden im Festzelt, mit Widersachern auf dem Faustballfeld und mit allen anderen in der Mulde.

Das Knivsbergfest ist eben eine Herzensangelegenheit der deutschen Minderheit – ein Stück Identität der Deutschen in Nordschleswig. Hier bildet sich unsere Gemeinschaft von groß und klein und Jung und Alt.

Das Knivsbergfest war schon immer etwas Besonderes für die deutsche Minderheit, doch noch einem Dornröschenschlaf hat sich das Fest in den vergangenen fünf Jahren wieder zu einem Highlight für die gesamte Minderheit entwickelt.

Bleibt zu hoffen, dass das Coronavirus uns vor Sonnabend, dem 11. September, nicht nochmal ein Bein stellt. Wir brauchen das Knivsbergfest und die Gemeinschaft auf dem Berg.

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Kerrin Jens
Kerrin Jens Hauptredaktion
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