Fiktive Sozialprojekte

Betrugsverdächtigte überwies Geld an sich selbst

cvt
Kopenhagen
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Sozialministerin Mai Mercado (Kons.) und Departementschef Jens Strunge Bonde bei einer Pressekonferenz zum Betrugsfall am Dienstag. Foto: Mads Claus Rasmussen/Ritzau Scanpix

Die Polizei verdächtigt die 64-jährige Frau, nach der international gefahndet wird, Sozialprojekte erfunden und sich dann selbst Fördermittel überwiesen zu haben – unter anderem auf ein Konto bei der Danske Bank, berichtet DR.


Dokumente eines schwedischen Gerichts zeigen nun, wie eine 64-jährige Frau laut Polizei den dänischen Staat um 111 Millionen Kronen betrogen hat – Geld, das sozial bedürftigen Bürgern hätte zugutekommen sollen.

Wie Danmarks Radio berichtet, geht aus den Papieren hervor, dass der Schwindel aufflog, weil es im August 2018 Auffälligkeiten bei einer Überweisung von der Sozialbehörde, bei der die Frau in leitender Position tätig war, an eine nicht genannte Kommune gab.

Die Dokumente zeigen, dass das Geld auf ein Konto bei der Danske Bank überwiesen wurde, das nicht der Kommune gehörte. „Die Sozialbehörde untersuchte die Datenspur näher und stellte fest, dass es die Schuldnerin war, die alle Auszahlungen hantiert hat“, heißt es laut DR in den Unterlagen, die vom dänischen See- und Handelsgericht an das schwedische Gericht geschickt wurden.

Die Polizei ist der Auffassung, dass die Beschuldigte ständig ihre Kontoangaben und eine Reihe von Konten besaß. Nach den Überweisungen änderte sie die Kontoangaben wieder in tatsächliche Informationen bestehender Institutionen. Zugleich soll sie den Inhalt der Briefe, die von der Behörde an die eigentlichen Empfänger der Mittel verfasst wurden, geändert haben.

Die schwedischen Behörden sind involviert, weil ein Haus der Frau in Åkulla in Südschweden beschlagnahmt wurde.

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