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Fehmarnbelt-Tunnel: Grabungen nach drei Jahren abgeschlossen

Fehmarnbelt-Tunnel: Grabungen nach drei Jahren abgeschlossen

Fehmarnbelt-Tunnel: Grabungen nach drei Jahren abgeschlossen

dodo/Ritzau
Kopenhagen
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2029 soll die Verbindung zwischen Deutschland und Dänemark fertig sein. Foto: Sund & Bælt

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Eine wichtige Etappe für die 18 Kilometer lange Verbindung zwischen Deutschland und Dänemark ist damit geschafft. Im Laufe des Jahres sollen die ersten Tunnelteile platziert werden.

Die Grabungen für den kommenden Fehmarnbelt-Tunnel zwischen Dänemark und Deutschland sind abgeschlossen.

Das teilt der dänische Bauherr Femern A/S in einer Pressemitteilung mit.

Drei Jahre Arbeit

Die Ausgrabungen haben fast drei Jahre gedauert.

„Es handelt sich um die mit Abstand größte Ausgrabung in der Geschichte Dänemarks, und es war eine schwierige Aufgabe. Der Untergrund zwischen Dänemark und Deutschland ist eine komplexe Mischung verschiedener Bodenarten. Das hat einige spannende Herausforderungen mit sich gebracht, die es gemeinsam mit unseren Auftragnehmern zu lösen galt. Deshalb sind wir glücklich und stolz darauf, dass wir jetzt fertig sind“, sagt der stellvertretende technische Direktor von Femern A/S, Pedro da Silva Jørgensen.

6.000 Schwimmbecken voller Sand

Der Tunnel ist 18 Kilometer lang. 15 Millionen Kubikmeter Sand, Steine und Erde wurden vom Meeresboden ausgehoben.

Das entspricht 6.000 olympischen Schwimmbecken oder sechs Pyramiden von Gizeh.

Die Erde wurde hinter Deichen vor der Küste von Rødbyhavn platziert und hat etwa 300 Hektar neues Land geschaffen, das sich langfristig unter anderem in Strände und Wanderwege verwandeln wird.

Granitblöcke aus der Eiszeit

Während der Ausgrabungen stießen die Bagger mehrmals auf riesige Granitblöcke aus der Eiszeit. Einer der größten wog 70 Tonnen und wurde neben der Baustelle in Rødbyhavn aufgestellt.

Es wird erwartet, dass die Fehmarnbelt-Verbindung 2029 fertiggestellt sein wird. Dann ist es möglich, die Strecke zwischen Lolland und Deutschland in sieben Minuten mit dem Zug und in zehn Minuten mit dem Auto zurückzulegen.

Wenn die Elemente für den Bau des Tunnels fertig produziert sind, werden sie ins Meer gefahren und in den Tunnelgraben abgesenkt, wo sie nacheinander verbunden werden.

Die Elemente sind 217 Meter lang und wiegen 73.500 Tonnen.

Femern A/S plant, das erste Tunnelteil im Laufe dieses Jahres zu platzieren.

 

Korrektur, 18. April 2024: In einer ersten Version war von Bohrungen die Rede. Auf der Tunnelbaustelle am Fehmarnbelt wurde jedoch gegraben und nicht gebohrt. 

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