Fehmarn-Querung

Dänemark freut sich über „neuen Schwung“ in Kiel

Dänemark freut sich über „neuen Schwung“ in Kiel

Dänemark freut sich über „neuen Schwung“ in Kiel

Kiel/Kopenhagen
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So soll der Tunnel aufgebaut sein. Foto: Femern A/S

Kiels neuer Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) will die Planungsarbeiten für den Tunnel zwischen Dänemark und Deutschland beschleunigen. In Kopenhagen – zumal beim liberalen Transportminister – sorgt das für Optimismus.

Die Regierung in Kopenhagen hofft durch den neuen Wirtschafts- und Verkehrsminister in Schleswig-Holstein, Bernd Buchholz (FDP) , auf neuen Schwung bei Planung und Bau der Fehmarn-Querung. „Die Zusammenarbeit mit dem neuen liberalen Minister ist uns sehr willkommen“, sagt der Sprecher für Verkehrspolitik der Regierungspartei Venstre, Kristian Pihl Lorentzen. „Wir sehen es als Chance, dass der Schwung des Moments von deutscher Seite aus erhalten werden soll. Ich freue mich über die Aussagen des Ministers, dass er den Planungsprozess beschleunigen will“, so der Regierungssprecher.

Er bezieht sich damit auf ein Interview von Bernd Buchholz mit der Zeitung Børsen, in dem dieser unter anderem sagt: „Ich habe die Verantwortung in den betreffenden Bereichen und ich will trotz unserer komplizierten deutschen Regeln daran arbeiten, die Bearbeitung zu beschleunigen.“

Bernd Buchholz

Bernd Buchholz

„Ich blicke neidisch nach Dänemark“

Der Hintergrund der langen Planungszeit: Während auf dänischer Seite nur 42 Einwände gegen das Bauvorhaben eingegangen sind, muss man sich auf deutscher Seite mit 12.600 Klagen gegen die Fehmarn-Belt-Querung beschäftigen. In Schleswig-Holstein müssen im Hinterland der Querung Brücken verstärkt sowie Autobahnanbindungen und Eisenbahnnetze ausgebaut werden.

„Ich blicke neidisch nach Dänemark, wo die Bearbeitung der Eingaben sehr viel schneller vollzogen wird. Wir können es leider nicht auf die gleiche Art und Weise machen, da wir andere Regeln haben. Aber ich arbeite daran, dass wir es so schnell wie möglich machen können“, so der Kieler Minister zu Børsen. Für Venstre-Sprecher Kristian Pihl Lorentzen sind die Aussagen des FDP-Politikers „ein richtig gutes Signal“.

„Wir wünschen uns natürlich, dass es so schnell wie möglich geht, aber es sind ja komplizierte Rechtsangelegenheiten, die in Ordnung sein müssen. Nicht, dass im späteren Verlauf noch Klagen kommen. Wir begrüßen es, dass Minister Buchholz alle möglichen Ressourcen nutzen will, um den Schwung des Moments nicht zu verlieren.“

Es sei als positives Zeichen des Vorankommens zu werten, dass der neue Minister in Kiel solche Aussagen tätige, so Lorentzen.

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