Coronavirus

SSI: Dominierende Variante hat Zenit möglicherweise überschritten

SSI: Dominierende Variante hat Zenit möglicherweise überschritten

SSI: Dominierende Variante hat Zenit eventuell überschritten

Ritzau/nb
Kopenhagen
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Zum Herbst hin können alle Personen über 50 Jahre eine vierte Impfung gegen das Coronavirus erhalten (Archivfoto). Foto: Philip Davali/Ritzau Scanpix

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Die Corona-Infektionszahlen steigen weiter an, allerdings geht die Konzentration von Covid-19 im Abwasser zurück, so die Behörde für Infektionskrankheiten und nicht übertragbare Krankheiten, Statens Serum Institut.

Die Anzahl positiver Corona-Proben betrug in der vergangenen Woche 23 Prozent. Das entspricht einer leichten Steigerung um einen Prozentpunkt im Vergleich zur Vorwoche, wie aus den jüngsten Zahlen des Corona-Trendberichts der dänischen Behörde für Infektionskrankheiten und nicht übertragbare Krankheiten, Statens Serum Institut (SSI), hervorgeht.

Der Bericht deckt den Zeitraum aus Woche 25 und 26 ab.

Die Konzentration von Covid-19 im Abwasser ist dem Bericht zufolge hingegen zurückgegangen, und zwar sowohl landesweit als auch regional. Dies könne ein Zeichen dafür sein, dass die Infektion mit der Untervariante des Omikron-Virus, BA.5, ihren Zenit überschritten habe, so der Bericht.

BA.5 macht momentan die dominierende Variante des Coronavirus in Dänemark aus.

Auswirkung größerer Ereignisse noch unklar

Das SSI betont, dass es zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht sagen kann, wie sich größere Ereignisse wie das Roskilde Festival und die Tour de France auf das Infektionsgeschehen auswirken werden.

In den zwei Wochen, die der Bericht umfasst, fiel der Positivwert mit 28 Prozent am höchsten unter den 50- bis 69-Jährigen aus.

Der niedrigste Positivwert entfiel demnach auf die 3- bis 15-Jährigen. Hier lag er in beiden Wochen bei 7 Prozent.

Gesundheitswesen nicht überlastet

Tyra Grove Krause, Abteilungsleiterin beim SSI, sagt gegenüber „Jyllands-Posten“, dass das Gesundheitswesen derzeit in keinerlei Weise durch den Anstieg der Infektionszahlen belastet sei.

„Die Zunahme der Infektionszahlen fällt wie bereits erwartet aus und entspricht dem Trend in anderen europäischen Ländern, in denen BA.5 die vorherrschende Variante ist“, sagt sie.

Von Woche 25 auf 26 ist die Infektionszahl um 27 Prozent gestiegen. Allerdings unterstreicht das SSI, dass die Zahl der im Krankenhaus behandelten Patientinnen und Patienten, die positiv auf Corona getestet werden, nur um 9 Prozent zugenommen hat.

Regierung erwartet keine Restriktionen

Gesundheitsminister Magnus Heunicke (Soz.) hatte bereits zu einem früheren Zeitpunkt gesagt, dass die Regierung über den Sommer hinweg keinerlei Einschränkungen erwarte.

Ab dem 1. Oktober können sich alle Personen über 50 Jahre mit einer vierten Impfung gegen das Coronavirus schützen.

Besonders gefährdete Personengruppen können bereits seit zwei Wochen eine Auffrischungsimpfung erhalten. Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeheimen sollen ab dem 15. September eine vierte Impfung angeboten bekommen.

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