Sydslesvig

Dänische Minderheit wünscht mehr Geld aus Kopenhagen

Helge Möller
Helge Möller Journalist
Flensburg/Kopenhagen
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Sydslesvig Foto: Lene Esthave

Der Geldgeber Südschleswig-Ausschuss hat eine Steigerung der Fördermittel um 0,4 Prozent zugesagt. Insgesamt machen die Wünsche der Institutionen der dänischen Minderheit aber 4,0 Prozent aus.

Der Ausschuss für Südschleswig bewilligt als Bindeglied zwischen dänischer Minderheit in Deutschland und dem Folketing die finanzielle Förderung der Minderheit und hat mitgeteilt, die Mittel im kommenden Jahr um 0,4 Prozent zu erhöhen. Die Institutionen der Minderheit südlich der Grenze wünschen sich aber insgesamt 4 Prozent mehr Geld. Dies berichtet Flensborg Avis und stellt fest, dass die Wünsche vieler Institutionen wohl nicht in Erfüllung gehen werden. Doch nicht jede sinnt nach einer Erhöhung der Fördermittel in gleicher Höhe. Das Plus liegt zwischen 1,7 und 12 Prozent. Letztere Prozentzahl entspricht 3,1 Millionen Kronen. Mit diesem Geld möchte die Zeitung der dänischen Minderheit, Flensborg Avis, vor allem ihre Arbeit außerhalb von Flensburg ausbauen. Ziel ist, 500 neue Abonnenten zu gewinnen. Mit knapp 3 der 12 Prozent würden Lohnsteigerungen im Verlag aufgefangen, schreibt Flensborg Avis.

Von den 7,3 Prozent mehr entfallen beim Sydslesvig Forening SSF ebenfalls knapp 3 Prozent auf Lohnsteigerungen, die restlichen Prozente sind für ein Plus an Personal vorgesehen. Die Jugendvereine der Minderheit würden zudem gerne ihren Zuschuss um 2,3 Millionen Kronen erhöht sehen. Die Institutionen der dänischen Minderheit treten einzeln an den Südschleswig-Ausschuss heran. In der deutschen Minderheit gibt es einen Gesamthaushalt, aus dem die Institutionen ihre Mittel erhalten.

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