U-Boot-Fall

Frauen-Leiche von Amager ist die vermisste Kim Wall

Dominik Dose
Dominik Dose Online-Redaktion
Kopenhagen
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Foto: Scanpix

Ein DNA-Test hat bestätigt, dass es sich bei der Leiche um die vermisste schwedische Journalistin handelt. Am Körper wurde Metall gefunden, damit die Leiche auf den Meeresgrund sinkt, berichtet die Polizei.

Sie ist es. Ein DNA-Test hat es bestätigt. Bei der am Montag bei Amager gefundenen Frauenleiche ohne Beine, Arme und Kopf handelt es sich um die vermisste schwedische Journalistin Kim Isabel Wall. Das schreibt die Polizei von Kopenhagen am Mittwochmorgen auf Twitter.

Am Körper der Leiche wurde Metall gefunden, das vermutlich sicherstellen sollte, dass der Torso bis auf den Meeresboden sinkt. Zudem fand die Polizei Blut von der Journalistin im U-Boot. Das berichtete der Untersuchungsleiter Jens Møller auf einer Pressekonferenz am Mittwochmorgen. Er sagte zudem, dass der Körper Schäden aufweise, die darauf deuten lassen, dass jemand versucht habe Luft aus dem Torso zu drücken, damit dieser nicht an der Wasseroberfläche treibe.

Zur eindeutigen Identifizierung haben neben dem gefundenen Blut auch DNA-Reste von einer Haar- und einer Zahnbürste von Kim Wall geführt.

Es wird nun untersucht, ob sich noch DNA-Spuren von einer anderen Person an der gefundenen Leiche befinden.

Dem U-Boot-Besitzer Peter Madsen wird vorgeworfen die Journalistin umgebracht zu haben. Er sitzt derzeit in Untersuchungshaft.

Zuletzt gab er an, dass die Journalistin bei einem Unfall auf dem U-Boot ums Leben gekommen sei und er sie anschließend auf See bestattet habe. An dieser Aussage halte er auch weiter fest, sagte seine Verteidigerin Betina Hald Engmark am Mittwochmorgen beim Fernsehsender TV2.

Wie die Polizei am Mittwoch mitteilte, wird nun ein ähnlicher, unaufgeklärter Fall aus 1986 näher untersucht. Dieses Vorhaben sei "reine Routine in solchen Fällen", sagt Polizeidirektor, Jens Møller.

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