Deutscher Tag

Deutsche Minderheiten bei der deutschen Minderheit

Deutsche Minderheiten bei der deutschen Minderheit

Deutsche Minderheiten bei der deutschen Minderheit

Nordschleswig/Apenrade
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Der Schüler Janus Auerbach Andresen aus Tingleff zeigte Vertreterinnen und Vertretern der deutschen Minderheiten das deutsche Gymnasium. Foto: Gwyn Nissen

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Die Arbeitsgemeinschaft Deutscher Minderheiten hält ihr Jahrestreffen in Dänemark ab. Beim Besuch in Nordschleswig steht viel auf dem Programm.

Vertreterinnen und Vertreter der deutschen Minderheiten in Europa treffen sich in diesen Tagen bei der deutschen Minderheit in Nordschleswig zur Jahresversammlung der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Minderheiten (AGDM).

Neben drei Arbeitssitzungen nutzen die Minderheitenangehörigen auch die Gelegenheit, sich in Nordschleswig in deutschen Einrichtungen umzusehen. Freitag gab es eine Führung durch das neue Deutsche Museum in Sonderburg und auch einen Besuch am Deutschen Gymnasium für Nordschleswig (DGN).

Besonderes Gymnasium

Nach einer Einführung von Schulleiter Jens Mittag, der über das sozioökonomische Ranking der dänischen Gymnasien und die deutsch-dänischen Besonderheiten am besten Gymnasium der Region berichtete, führte unter anderem Schülerbotschafter Janus Auerbach Andresen die Gäste durch das DGN.

Die neue farbenfrohe – von der Firma Jebsen Ltd. finanzierte – Turnhalle gehörte zur Erzählung ebenso dazu wie die Tradition mit den dänischen Studentenmützen und der Alltag, in dem sich Schüler und Lehrkräfte gegenseitig duzen.
 

Auch die Umkleideräume der DGN-Sporthalle wurden begutachtet. Foto: Gwyn Nissen

AGDM-Treffen nachgeholt

Das Treffen der AGDM in Nordschleswig hätte eigentlich bereits 2020 stattfinden sollen – als Teil der Feierlichkeiten im deutsch-dänischen Grenzland in Verbindung mit dem 100. Jahrestag der Grenzziehung und somit dem Geburtstag der deutschen Minderheit.

„Der Wissensaustausch der Minderheiten ist sehr wichtig. Wir können unsere Erfahrungen nicht 1:1 voneinander übernehmen, aber man kann voneinander lernen“, sagt Hinrich Jürgensen, Hauptvorsitzender des Bundes Deutscher Nordschleswiger, der Dachorganisation der deutschen Minderheit in Dänemark.

 

Von Berlin zu den Minderheiten

Lasse Tästensen, Abteilungsleiter des Deutschen Jugendverbandes für Nordschleswig und Mitorganisator der AGDM-Tagung sowie der Jugend-Tagung, die ab Sonntag auf dem Knivsberg beginnt, erklärt, dass die meisten Sitzungen der AGDM bisher in Berlin stattgefunden haben – in unmittelbarer Nähe der politischen Verantwortlichen.

„Aber die AGDM hat beschlossen, in Zukunft mehr Tagungen vor Ort bei den Minderheiten auszurichten“, sagt Tästensen.

So konnte er am Donnerstagabend Vertreterinnen und Vertreter aus acht Ländern im Klubhaus des Deutschen Rudervereins Hadersleben begrüßen: Geschäftsführerinnen, Vorsitzende und Jugendvertreter aus den deutschen Minderheiten in Kroatien, Polen, Slowenien, Slowakei, Tschechien, Rumänien, Russland und Lettland.

Besuch beim Deutschen Tag

Hinrich Jürgensen freut sich darüber, dass die AGDM-Gäste am Sonnabend auch am Deutschen Tag teilnehmen können.

Am Abend findet abschließend eine Festveranstaltung der Arbeitsgemeinschaft auf dem Knivsberg statt: Die AGDM ist in diesem Jahr nämlich 30 Jahre alt geworden.

1991 wurde die AGDM als Arbeitsgemeinschaft unter der Föderalistischen Union Europäischer Nationalitäten (FUEN) gegründet. 

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Leserbeitrag

Hanns Peter Blume/jrp
„Zuzüglertreffen: „Tilflytterhygge – Meet and Greet““