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Schlapper Superliga-Auftakt von Sønderjyske

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Sønderjyske am Boden: Das Heimspiel zum Superliga-Rückrundenstart gegen AGF ging verloren.

Sønderjyske Fodbold hängt nach Niederlage gegen AGF weiterhin im unteren Tabellendrittel fest. Dafür gab es vor allem einen Grund.

Es gibt einen Klassenunterschied zwischen der oberen Tabellenhälfte der Superliga und der unteren Hälfte. Das musste Sønderjyske Fodbold auf die harte Tour erfahren, als die Hellblauen am Sonntag im eigenen Stadion in Hadersleben mit 1:4 (1:3) gegen den Tabellendritten AGF aus Aarhus verloren.

Nach der Niederlage hängt Sønderjyske weiterhin im unteren Tabellendrittel fest, und gegen AGF gab es keine Anzeichen darauf, dass das Team von Thomas Nørgaard in der Winterpause neue Kräfte getankt hat und den Blick nach oben richten kann.

Im Gegenteil: die Heimmannschaft wirkte schlapp, unkonzentriert und lief dem Gegner meist hinterher. Vor allem Torschützenkönig Patrick Mortensen war ständig einen Schritt schneller als die Mannen in Hellblau.

Ein-Mann-Heer Mortensen

Der dreifache Torschütze Patrick Mortensen war ständig einen Schritt schneller als die Sønderjyske-Abwehr.

In der 24. Minute machte Mortensen das 1:0, und keine zwei Minuten später sorgte Mikkel Anderson sogar für das 2:0 – alles andere als ein guter Start in die Rückrunde.

Durch das 1:2 von Ivan Djantou in der 34. Minute schöpfte die Heimmannschaft Hoffnung, aber es sollte sich im Nachhinein zeigen, dass dies die einzige qualifizierte Torchance von Sønderjyske im gesamten Spiel sein sollte. Zu harmlos und ohne Biss agierten die Hellblauen im Angriff.

Dämpfer vor und nach der Pause

Der neue Sønderjyske-Torwart Marcus Bundgaard kassierte vier Tore bei seinem Einstand.

Aber es kam noch schlimmer: Patrick Mortensen machte in der Nachspielzeit das 3:1 für AGF, und sechs Minuten nach der Pause war Mortensen wieder zur Stelle und erzielte mit seinem dritten Tor das entscheidende 4:1 für die Gäste.

Es war sein 12. Tor in der laufenden Saison – fünf davon hat er gegen die schlechteste Abwehr der Liga gemacht: Sønderjyske hat in den bisherigen 18 Spielen 41 Tore zugelassen – eins mehr als Tabellenschlusslicht Vejle.

Sønderjyske in Überzahl ohne Biss

Sønderjyske-Trainer Thomas Nørgaard war unzufrieden mit dem Abwehrverhalten seiner Mannschaft.

Nicht einmal eine rote Karte für den AGF-Spieler Mads Madsen (66. Minute) sorgte bei Sønderjyske für Aufwind. Selbst in Überzahl konnte sich die Heimmannschaft kaum eine Torchance erspielen.

Der eingewechselte Neuzugang Matthew Hoppe hatte in der 90. Minute das 2:4 auf den Füßen – aber er scheiterte am AGF-Schlussmann Jesper Hansen, der an diesem Nachmittag wohl am wenigsten zu tun hatte.

Sønderjyske-Trainer Thomas Nørgaard war bereits zur Pause mit dem Einsatz seiner Mannschaft unzufrieden – vor allem bei den Standards: „Das ist nicht gut genug auf diesem Niveau“, sagte Nørgaard beim Seitenwechsel dem Sender „TV2“.

Nach dem Spiel sagte er dem Sender, dass seine Mannschaft den Übergang von der Vorbereitung nicht geschafft habe. „Auch wenn wir eine sehr holprige Vorbereitung mit Krankheit gehabt haben, müssen wir jetzt in den Wettbewerbs-Modus schalten“, sagte Nørgaard.