Deutsche Minderheit

Marathonmarsch: „Sie haben sich alle wacker geschlagen“

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Neyla (vorn) von der Deutschen Schule Tingleff drehte beim 100-Kilometermarsch als Einzelstarterin ihre Runden. Die Schülerin schaffte immerhin etwas mehr als 80 Kilometer.

Bei dem Unterfangen, 100 Kilometer innerhalb einer 24-Stunden-Frist zurückzulegen, knieten sich Jugendliche der Deutschen Schule und der Nachschule Tingleff mächtig rein. Sie gingen buchstäblich an ihre Grenzen. Ein Schüler knackte die 100-Kilometer-Marke.

Das aufblasbare Start-Ziel-Tor lag Freitagfrüh auf dem Boden und schlummerte vor sich hin. Das taten zu dem Zeitpunkt auch schon die meisten der Schülerinnen und Schüler der Deutschen Schule und der Nachschule Tingleff, die am Donnerstagvormittag in die Mission „100 Kilometer marschieren in 24 Stunden“ gestartet waren.

Dem „Nordschleswiger“ gelang es am frühen Vormittag noch, Organisator und Mitläufer Henning Kracht vor dem wohlverdienten Schlaf zum Event zu befragen. Kracht ist Lehrer an der Schule, hatte sich in der Nacht selbst auf die Tartanbahn zum Rundengehen begeben und achtete dabei auf die anderen Marschierenden.

Alle Ehren wert

„Die Bedingungen waren hart. Es war kalt, zeitweise eisig und auch feucht. Die äußeren Umstände waren nicht ohne. Umso mehr muss man vor den Teilnehmenden den Hut ziehen. Sie haben alles gegeben“, so das Fazit von Kracht.

Besonders herausfordernd war es für die Einzelstarterinnen und -starter, die die komplette Distanz allein anpeilten. Von der Deutschen Schule wagten sich zwei Mädchen in das Abenteuer. Cecilie und Neyla hatten sich auf den Weg gemacht.

„Beide schafften etwas mehr als 80 Kilometer und haben bei den widrigen Bedingungen in Abstimmung mit uns lieber aufgehört. Ihre Leistung ist alle Ehren wert“, so das Lob des Lehrers an die beiden Schülerinnen, die bis 3 bzw. 4.30 Uhr auf Achse waren.

Einem Jungen aus der Nachschule gelang das Kunststück, die 100-Kilometer-Marke zu knacken. „Julian hat es gepackt. Hut ab“, sagt Kracht.

Auch Cecilie bewies Durchhaltevermögen. Sie legte ebenfalls über 80 Kilometer zurück.

Nächstes Mal in der wärmeren Jahreszeit

Die Distanz meisterten auch nahezu alle Staffeln oder Gruppen. Sie drehten die Runden entweder zu zweit, zu dritt oder zu viert – mal nacheinander, mal zusammen.

„Insgesamt eine tolle Leistung von allen. Es war auch eine interessante Grenzerfahrung. Solch ein Dauermarschieren macht sich nicht nur in den Gliedern bemerkbar, sondern ist auch mental eine Herausforderung“, so Kracht.

„Wenn wir das nächste Mal einen Mammutmarsch durchführen, werden wir aber eine wärmere Jahreszeit wählen“, so das Lehrer-Fazit.