Wiedereröffnung

Viel Freude und einige Fragezeichen beim Jugendverband

Viel Freude und einige Fragezeichen beim Jugendverband

Viel Freude und einige Fragezeichen beim Jugendverband

Apenrade/Aabenraa
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Lasse Tästensen freut sich: Ab Ende April sollen Kinder wieder Hallensport treiben dürfen. (Archivfoto) Foto: Archiv K. Riggelsen

Lasse Tästensen freut sich, dass seit Montag bereits wieder Sport im Freien im größeren Rahmen möglich ist und ab dem 21. April dann auch damit begonnen wird, die Hallen wieder zu öffnen. Gespannt ist er, wie die genauen Auflagen dafür aussehen werden.

Die Wiedereröffnungspläne der Regierung liegen auf dem Tisch. Sie besagen unter anderem, dass ab dem 21. April der Hallensport für Kinder und Jugendliche möglich ist. Beim Deutschen Jugendverband für Nordschleswig (DJN) ist die Freude über die Nachricht groß.

„Das ist super wichtig und eine richtig schöne Neuigkeit“, sagt der Abteilungsleiter des DJN, Lasse Tästensen, mit Blick auf die Sportarten, die vor allem in der Halle stattfinden und durch den Shutdown nun schon lange auf Eis liegen. „So wird es vielleicht möglich sein, noch die Punktrunden beispielsweise im Handball zu Ende zu spielen, die ja nun schon lange unterbrochen sind. Außerdem gibt es zum Beispiel Turngruppen oder das Rhönradfahren, wo im kommenden Jahr in Sonderburg die Weltmeisterschaft ausgetragen werden soll und wo unsere Athleten Gefahr laufen, sich für die eigene WM nicht zu qualifizieren, weil sie keine Möglichkeit haben zu trainieren“, sagt Tästensen weiter.

Freude bereits am Montag

Bereits an diesem Montag ist eine Lockerung in Kraft getreten, die wenig Aufmerksamkeit bekommen hat, aber dennoch von großer Bedeutung ist: Sport im Freien ist wieder mit bis zu 50 Personen möglich, statt wie bisher nur mit 25.

„Die Lockerung ist vor allem für Mannschaftssportarten wie Fußball sehr wichtig. Bei zwei Mannschaften, zwei Trainern und einem Schiedsrichter war die 25-Personen-Grenze bereits ausgereizt, ohne dass Ersatzspieler mit eingerechnet werden konnten. Da waren natürlich keine normalen Spiele möglich. Das hat sich seit dieser Woche glücklicherweise geändert“, so der DJN-Abteilungsleiter.

Ab dem 6. Mai dürfen dann auch die Ü-18-Sportgruppen wieder in die Hallen. Das betrifft in der Minderheit unter anderem das Seniorenturnen, Gymnastikgruppen oder Veranstaltungen wie den Eltern-Kind-Sport. „Viele Aktivitäten lassen sich nur schwer im Freien ausüben. Außerdem muss auch beachtet werden, dass wir in Skandinavien leben und da nicht immer Sonne und hohe Temperaturen zum Outdoor-Sport einladen. Aus diesem Grund ist es super, dass ab Anfang Mai auch alle anderen wieder in die Hallen dürfen“, so Tästensen.

Endlich Planungssicherheit

Auch wenn es bis zum 21. April, beziehungsweise bis zum 6. Mai noch einige Wochen hin ist und die Hoffnung da war, dass eventuell früher wieder umfassender Sport möglich sein könnte, ist Lasse Tästensen zufrieden, dass nun Termine feststehen.

„Ich bin froh, dass wir jetzt endlich planen können, das war eine schwierige Zeit, und wir sind uns bewusst, dass auch alles wieder über den Haufen geworfen werden könnte, wenn die Corona-Zahlen wieder hochgehen. Aber trotzdem haben wir jetzt eine gewisse Planungssicherheit“, sagt er.

Große Fragezeichen gibt es allerdings noch hinsichtlich der Bedingungen, unter denen der Sport wieder erlaubt sein wird. Personenzahl, Quadratmetervorgaben, Abstandsregeln, wie all diese Vorschriften aussehen werden, steht noch in den Sternen. Genauso wie die Antwort darauf, wie genau der Corona-Pass gehandhabt werden soll. Die Hoffnung des Abteilungsleiters ist, dass die Politiker dieses Mal vorausschauender planen und es nicht so ein Chaos gibt wie im vergangenen Jahr. „Damals wurde uns erst gesagt, ihr dürft unter diesen und jenen Bedingungen Sport machen, und dann haben die sich alle zwei Wochen wieder geändert. Das ist vor allem für all die Personen wichtig, die ehrenamtlich in den Vereinen arbeiten und unglaublich viel Zeit da reinstecken, sich Hygienekonzepte und die Umsetzung sonstiger Restriktionen zu überlegen und deren Arbeit im vergangenen Jahr durch ständiges Hin und Her zum Teil ad absurdum geführt wurde“, so Tästensen, der betont, dass er vollstes Verständnis dafür habe, dass Restriktionen notwendig seien, es allerdings schön wäre, wenn die Politik dieses Mal weitsichtiger agieren und sich bereits auf weitere Maßnahmen bei einer Verschärfung der Lage vorbereiten würde.

Auch der Knivsberg soll bald wieder loslegen

Auch was den Knivsberg angeht, ist der DJN-Abteilungsleiter zuversichtlich, dass Anfang Mai wieder Leben in die Bildungsstätte der Minderheit einkehren wird.

„Wird sind gespannt, was die Ankündigungen der Regierung genau bedeuten. Wir gehen davon aus, dass wir unter die Kategorie Kulturinstitutionen fallen“, so Tästensen.

Dies würde bedeuten, dass auf dem Knivsberg unter Berücksichtigung des Corona-Passes ab dem 6. Mai wieder Veranstaltungen stattfinden dürfen. In welchem Rahmen und unter welchen Bedingungen ist auch hier noch nicht bekannt. Trotzdem ist die Freude groß.

„So wie es aussieht, können wir die Veranstaltungen im als Kulturmonat ausgerufenen Mai tatsächlich durchführen. Das wäre wirklich großartig“, sagt Lasse Tästensen.

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