Thema des Monats: Zurück in die Schule

Neue Corona-Maßnahmen für das kommende Schuljahr

Neue Corona-Maßnahmen für das kommende Schuljahr

Neue Corona-Maßnahmen für das kommende Schuljahr

Nele Dauelsberg
Nordschleswig
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Ab nächster Woche werden die Stühle wieder vom Tisch gestellt, und das neue Schuljahr beginnt. Foto: Britta Pedersen

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Der zweite Sommer in der Corona-Pandemie neigt sich dem Ende zu, und das neue Schuljahr beginnt. Wieder arbeiten Mitarbeitende tatkräftig an neuen Maßnahmen für einen sicheren Alltag an den Schulen in Nordschleswig. Wie genau diese aussehen können, erklären Niels Westergaard und Heike Henn-Winkels dem „Nordschleswiger“.

Keine Richtlinien lesen, keine Vorschriften beachten und sich frei bewegen können – das wünschen sich Heike Henn-Winkels, Leiterin der Deutschen Schule Hadersleben, und Niels Westergaard, Leiter der Förde-Schule in Gravenstein für die Zukunft. Doch die Erfüllung dessen liegt noch in weiter Ferne.

Denn ein weiteres Schuljahr beginnt, in dem die Pandemie das Miteinander bestimmt und einschränkt. Obwohl Online-Unterricht erst mal kein Thema ist, bleibt der Rückgang zur Normalität aus. Deshalb planen die Schulen auch dieses Jahr mit Präventionsmaßnahmen, um Ansteckungen vorzubeugen.

Maßnahmen

Testen lassen, Hände desinfizieren und Oberflächen reinigen – dies sind die drei Grundpfeiler für die neuen Corona-Maßnahmen der Schulen in Gravenstein und Hadersleben. „Nach allen Pausen und morgens zu Unterrichtsbeginn müssen sich die Kinder ihre Hände sauber machen; entweder waschen oder desinfizieren“, erklärt Westergaard.

Daran gewöhnt sind die Jungen und Mädchen bereits, denn es stand schon vergangenes Schuljahr auf der Tagesordnung. Auch regelmäßige Corona-Tests für Kinder ab zwölf Jahren spielten damals bereits eine Rolle.

„Ab nächsten Dienstag kommt unser mobiles Test-Team an die Schule. Dann können sich die Kinder zweimal die Woche testen lassen, so wie vorgeschrieben“, versichert Henn-Winkels. Die Schule in Gravenstein hat keine solche Test-Station vor Ort zur Verfügung. Deshalb sind die Eltern dort angehalten, Kinder eigenständig testen zu lassen.

Was beide Schulleiter beruhigt, ist, dass viele Kinder und deren Eltern bereits geimpft sind. Diese müssen dann nicht zusätzlich getestet werden.

Schwierigkeiten und Erleichterungen

Obwohl die Pandemie nicht vorbei ist, sind die Richtlinien mittlerweile weniger streng. Deshalb ist es in Gravenstein und Hadersleben möglich, endlich wieder einige Lockerungen vorzunehmen.

„Letztes Jahr hatten die Schüler versetzte Pausen in unterschiedlichen Bereichen auf dem Schulgrundstück. Jetzt können endlich wieder alle gemeinsam nach draußen“, erzählt Henn-Winkels. In Westergaards Schule verhält es sich ähnlich.

Doch trotz dieser Verbesserungen stehen die Schulen weiterhin vor Hürden. „Es ist immer noch ein Mehraufwand im Gegensatz zu normalen Jahren“, erklärt der Leiter aus Gravenstein. „Alleine sich mit den ganzen neuen Richtlinien zu beschäftigen, dauert.“ Henn-Winkels erinnert zudem auch an den zusätzlichen Reinigungsaufwand. „Wir müssen die Toiletten gründlicher putzen und alle Oberflächen regelmäßig desinfizieren.“

Back-up-Plan für strengere Richtlinien

Obgleich die Schulleitungen auf größere Schritte in Richtung Normalität hoffen, sind sie auf eine verschärfte Situation vorbereitet. „Wir haben im vergangenen Schuljahr unsere Vorgehensweise und unsere Maßnahmen für strengere Richtlinien verfeinert. Sollte es wieder so weit kommen, sind wir vorbereitet“, versichert Westergaard.

Auch an der Förde-Schule gibt es einen sogenannten „Notfall-Plan“, falls die Corona-Zahlen und Einschränkungen steigen.

Sicher ist an beiden Schulen: Egal, welche Richtlinien noch kommen, sie werden sich anpassen und daran halten.

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