Analyse

Deutsches Gymnasium für Nordschleswig an der Spitze

Deutsches Gymnasium für Nordschleswig an der Spitze

Deutsches Gymnasium für Nordschleswig an der Spitze

Apenrade/Aabenraa
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Grund zum Feiern: Das Deutsche Gymnasium zählt zu den besten Schulen Dänemarks. Foto: Friedrich Hartung

Laut einer Analyse der Denkfabrik Cepos ist das Gymnasium besonders gut darin, Schüler fachlich zu stärken.

Gemeinsam mit dem Kopenhagener Privatgymnasium steht das Deutsche Gymnasium für Nordschleswig (DGN) an der Spitze, wenn es darum geht, Schüler fachlich zu fördern.

Dies geht aus einer Analyse der bürgerlich-liberalen Denkfabrik Cepos (Center for Political Studies) hervor, die 372 Gymnasien untersucht hat. Besonderes Augenmerk liegt bei der Analyse auf der Verbesserung der Durchschnittsnote vor dem sozioökonomischen Hintergrund der Schüler. Cepos spricht in diesem Fall von einem Unterrichtseffekt. Der Unterrichtseffekt des DGN liegt bei 0,5. Das bedeutet, dass die durchschnittliche Abschlussnote der Schüler um 0,5 Punkte höher ist als dies vor dem sozialen Hintergrund der Schüler zu erwarten ist.

Positive Nachricht in schwierigen Zeiten

„Ich bin sehr stolz, dass wir in der Analyse so gut abgeschnitten haben“, freut sich Jens Mittag, Schulleiter des Gymnasiums für Nordschleswig, auf Anfrage des „Nordschleswigers“ über das Ergebnis. „Es ist schön, eine positive Nachricht während der Corona-Zeit zu bekommen“, so Mittag. „Es freut mich, dass das großartige Engagement der Kolleginnen und Kollegen sich auch in den Zahlen ausdrückt und nun schwarz auf weiß zu finden ist“, fügt er hinzu.

Bei dem Vergleich der Schulen wurde berücksichtigt, aus welchen Verhältnissen die Schüler kommen. Für eine Schule mit vielen Kindern aus ressourcenstarken Familien ist es einfacher, hohe Notendurchschnitte zu erhalten, als für Schulen mit vielen Kindern aus Familien, wo die Eltern keine lange Ausbildung haben. Bei der Berechnung der Fähigkeit der Schulen, die Kompetenzen der Schüler zu verbessern, wird deshalb der sozioökonomische Hintergrund in der Analyse berücksichtigt.

Unterschiedliche Noten

Cepos-Forschungsleiter Karsten Bo Larsen sagt über die Ergebnisse der Analyse: „Es gibt einen signifikanten Unterschied zwischen der Leistung der schwächsten und der stärksten Gymnasien des Landes. Die stärkste Schule hat Schülerleistungen erzielt, die weit über einen Notenpunkt höher sind als die der schwächsten Schule mit Schülern mit einem ähnlichen sozioökonomischen Hintergrund.“

Je höher die Zahl über Null ist, desto besser ist die Schule für die akademische Entwicklung von Schülern. Wenn die Zahl kleiner als Null ist, haben die Schüler die erwartete Entwicklung nicht erreicht.

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