Hochspannungsautobahn

Stromtrasse: Fünf Kilometer Erdkabel in der Kommune Tondern

Stromtrasse: Fünf Kilometer Erdkabel in der Kommune Tondern

Stromtrasse: Fünf Kilometer Erdkabel in der Kommune Tondern

Tondern/Tønder
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Erdkabel wie diese sollen in der Kommune Tondern verlegt werden. Foto: dpa

Bei Bredebro und Rohrkarr/Rørkær ist ein unterirdischer Verlauf geplant. 75 bis 100 Grundbesitzer werden als Nachbarn von der Hochspannungsautobahn betroffen sein.

Der staatliche Netzbetreiber Energinet ist nun bei der Streckenführung der geplanten 170 Kilometer langen 400-Kilovolt-Leitung von der deutsch-dänischen Grenze bei Tondern bis nach Holstebro konkret geworden. In der Kommune Tondern sind zwei Bereiche mit Erdkabel vorgesehen. Dies ist östlich von Bredebro auf einer Strecke von 2,7 Kilometern und östlich von Rohrkarr auf 2,3 Kilometern der Fall. Etwa 100 der insgesamt 450 Strommasten werden in der Kommune Tondern platziert.

Klärungsbedarf bei grenzüberschreitender Verknüpfung

Dass direkt an der Grenze noch keine Striche gezogen worden sind, hängt damit zusammen, dass zwischen Energinet und dem deutschen Netzbetreiber Tennet noch nicht geklärt ist, wo genau die Verknüpfung der zwei Stromtrassen erfolgen soll. „Wir hatten gehofft, dass es bereits geklärt sein würde, das ist aber nicht der Fall, da es auf deutscher Seite noch zusätzlichen Klärungsbedarf gibt. Der Bereich als solcher ist jedoch definiert. Ich hoffe, dass es noch in diesem Jahr entschieden wird“, erläutert Energinet-Projektchef Christian Jensen auf Anfrage.

Auf der Gesamtstrecke auf dänischer Seite gibt es neun Abschnitte von zusammen 25 Kilometern, wo die Kabel unterirdisch verlaufen sollen. Laut Energinet ist es aus technischen Ursachen nur möglich, 15 Prozent (26 km) der Gesamtstrecke unter der Erde verlaufen zu lassen. Dies haben Ende 2018 ausländische Experten bestätigt.

Foto: Energinet

Justierungen der Strecke sind möglich

„Die konkreten Bereiche sind danach ausgewählt worden, wo wir schätzen, dass die Erdkabel für die Bürger und die Natur den größten Wert bringen. Justierungen sind möglich. Daher ist es fein, dass wir einen zusätzlichen Kilometer haben“, erläutert Projektleiter Christian Jensen mit Blick darauf, dass „nur“ 25 der möglichen 26 km verplant sind.

In der Kommune Tondern wurden zwischen 75 und 100 Haus- oder Grundbesitzer angeschrieben. Diese Bürger wohnen relativ dicht an der Trassenführung oder haben in dem Bereich Ländereien oder Gebäude. Für sie käme eine Entschädigung infrage. Bei Wohnraum trifft dies bei einem Abstand von 280 Metern und weniger zu.

Bemerkungen müssen vor dem 21. Oktober eingereicht werden

„Es handelt sich nicht um eine offizielle Anhörung, sondern wir möchten gerne über unsere Pläne informieren und Inputs von den Bürgern erhalten. Dafür hat es mehrfach eine Nachfrage gegeben“, erläutert der Projektchef. Die Bürger müssen vor dem 21. Oktober ihre Bemerkungen einreichen.

Es gibt keine Deadline dafür, wann Energinet das Material bei den Behörden abliefern soll. „Wir wollen es aber gerne im Dezember tun“, so Jensen. Die Umweltbehörde muss die Auswirkungen auf die Umwelt prüfen und Umweltverträglichkeitsgutachten erstellen. Nach der ersten Runde im vergangenen Jahr folgt 2020 die zweite öffentliche Anhörung.

Der Streckenverlauf kann unter www.energinet.dk eingesehen werden.

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