Kommunalwahl

Bürgermeister-Konkurrenz belebt das Venstre-Geschäft

Veröffentlicht Geändert
Mit etwas mehr als 20 Teilnehmern, gab es in der interessierten Runde im Osterhoister Krug keine Probleme, die Corona-Auflagen einzuhalten.

Die Mitgliederzahl ist in jüngster Zeit bei den 15 Venstrewählervereinen in der Kommune Tondern um etwa 400 Mitglieder hochgeschnellt. Frandsen oder Iversen, das ist am 18. Juni auf einem Feld in Aggerschau für die Parteimitglieder die Frage.

Dass zwei Anwärter auf die Position als Bürgermeisterkandidat das Geschäft beleben, diese Erfahrung hat die Partei Venstre mit ihren 15 Wählervereinen in der Kommune Tondern in jüngster Zeit gemacht.

Landesweit die Nase vorn

So erklärten sowohl Martin Iversen, Mögeltondern,sowie Bürgermeister Henrik Frandsen, Scherrebek, die beide als Spitzenkandidaten ins Rennen gehen, bei einem Treffen in Osterhoist, dass Venstre in der Kommune Tondern mit mehr als 1.000 Mitglieder landesweit die Nase vorn hat.

1.106 Mitglieder können votieren

Die Mitgliedszahl ist durch einen Zugang von knapp 700 auf 1.106 Mitglieder hochgeschnellt, wie vom Vorstandsmitglied von Venstre in Osterhoist, Jørgen Jacobsen, zu erfahren ist.

Die Mitglieder haben im Prinzip durch ihre Mitgliedschaft alle Zutritt zur Drive-In-Abstimmung am Donnerstag, 18. Juni, auf einem Feld bei Aggerschau/Agerskov.

Bei der Kommunalwahl 2017 erzielte Venstre mit einem Plus von 2,4 Prozentpunkten 9.458 Stimmen und vereinte somit 44,6 Prozent der abgegebenen Stimmen auf sich.

Noch nicht vom Schock erholt

Stadtratsmitglied Thomas Ørting Jørgensen (Borgerlisten), Troels Petersen und Jørgen Jacobsen vom Venstreverein in Osterhoist sowie Herausforderer Martin Iversen (v. l.)

Bei verschleiertem Bauernmädchen (Bondepige med slør) und Kaffee im Osterhoister Krug ging hervor, dass in der Parteibasis in einigen Fällen der Schock noch tief darüber sitzt, dass der Vorsitzende des Kommunalverbands, Lars-Erik Skydsbjerg, Scherrebek/Skærbæk, im März vor zwei Jahren gestürzt wurde.

Damals wurde sein Gegenkandidat Kim Tygesen, Lügumkloster/Løgumkloster, überraschend zum Nachfolger gewählt.

Mit etwas mehr als 20 Teilnehmern gab es keine Probleme damit, bei dem Treffen der Venstrevereine aus Osterhoist, Hostrup und Bedstedt/Bedsted das Versammlungslimit von 50 Personen einzuhalten.

„Es muss Ruhe einkehren"

Der Herausforderer Martin Iversen kündigte unter anderem an, dass er sich dafür einsetzen würde, dass wieder Ruhe in die Partei einkehrt.

„Wir müssen zurück zum offenen Dialog und Kommunikation mit der Basis. Sonst verlieren wir unsere DNA. Ohne Basis sind wir nichts“, so Iversen, der erst an der Reihe war.

Wir müssen zurück zum offenen Dialog und Kommunikation mit der Basis. Sonst verlieren wir unsere DNA. Ohne Basis sind wir nichts.

Martin Iversen, Kandidat

Zusammenarbeit im Dreigestirn

Bürgermeister Henrik Frandsen widmete sich in Osterhoist auch der Kostenexplosion beim Schulneubau in Scherrebek, und er würde sich nicht der Verantwortung entziehen, so sein Statement.

Bürgermeister Henrik Frandsen ging auch auf die Frustrationen in der Partei ein.

Würde er Bürgermeisterkandidat, gehe es für ihn darum, mit Blick auf die Kommunalwahl 2021 als Dreigestirn gemeinsam mit dem Fraktionsvorsitzenden und dem Kommunalvorsitzenden unter Einbeziehung der Mitglieder Spielregeln zu erstellen.

„Die Richtung muss festliegen, es muss aber Raum für verschiedene Haltungen sein“, so Frandsen.

Die Richtung muss festliegen, es muss aber Raum für verschiedene Haltungen sein.

Henrik Frandsen, Bürgermeister

Potenzial für Verbesserungen

Er stimmte dem früheren Venstre-Stadtratsmitglied aus Bedstedt, Christian Christensen, zu, dass diese Zusammenarbeit bislang nicht optimal gelaufen und es Potenzial für Verbesserung gebe.

Dabei fasste sich der Bürgermeister auch an die eigene Nase.

Am 18. Juni fallen die Würfel, wer von Frandsen und Iversen das Rennen macht.