Umwelt

Sonderburg erhält einen Bürger-Wald bei Ormstoft

Sonderburg erhält einen Bürger-Wald bei Ormstoft

Sonderburg erhält einen Bürger-Wald bei Ormstoft

Sonderburg/Sønderborg
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Drei Personen arbeiten hinter dem Traktor. Foto: Karin Riggelsen

Im Zuge der landesweiten Kollekte „Danmark planter træer“ haben Bürger und Unternehmen in der Sonderburger Kommune fleißig gespendet. Am östlichen Ende von Kær werden nun drei Hektar Fläche mit Bäumen und Büschen bepflanzt.

Um 9 Uhr wurde am Montag eine recht ungewöhnliche Aktion auf einem großem staubigen Feld vor Ormstoft eingeleitet. Ein Traktor fräste drei Löcher in das frisch geeggte braune Erdreich und die hinten auf dem Traktor im Arbeitsbereich sitzenden drei Personen fütterten die Maschine mit kleinen Bäumchen, die in die Erde gesteckt wurden. Anschließend wurde den jungen Pflanzen das Erdreich wieder um die bloßen Wurzeln geschoben. Zwischen Industriegebiet und Ormstoft entsteht ein ganz neuer Wald.

Ein richtiger Bürger-Wald

Die Aktion wurde mit einem feierlichen Moment mitten auf dem bloßen Feld eingeleitet. „Es ist ein Projekt von ’Danmark planter træer’. Die Sonderburger Kommune hat das Areal gespendet, aber ganz viele haben an der Einsammlung teilgenommen. So etwas können wir hier in Sonderburg. Es wird ein richtiger Bürger-Wald, in dem die hiesigen Bewohner sich tummeln können. Das kann einen in dieser Zeit, wo wir ja eigentlich etwas trist sind, wirklich glücklich machen“, stellte Bürgermeister Erik Lauritzen fest.

Bürgermeister Erik Lauritzen fotografierte mit seinem Handy. Foto: Karin Riggelsen

280.000 Kronen für einen guten Zweck

Bei der Einsammlung im Herbst 2019 hatte ProjectZero in Sonderburg 280.000 Kronen einsammeln können. Die Bürger hatten 65.000 Kronen gespendet, während die Unternehmen der Kollekte 215.000 Kronen zukommen ließen.

Rikke Torré freute sich als Vorsitzende des Handelsstandsvereins „Sønderborg Handel" darüber, dass sich alle Läden an der Aktion beteiligt hatten. „In der ganzen Stadt wurden grüne Laubbäume verkauft, und darauf können wir stolz sein. Es wurden ganz viele Bäume umgesetzt und bald können alle herkommen und sich einen Wald anschauen“, so Rikke Torré.

Verschiedene Bäume und Büsche

Zwischen dem Industriegebiet und dem Dorf Ormstoft entsteht nun ein drei Hektar großer Wald mit einer Vielfalt verschiedener Bäume. Dort werden Buchen, Eichen, Linden, Kirschbäume, Weißbuchen, Spitzahorn und Büsche für ein gemütliches Milieu sorgen. Im östlichen Teil des Waldes wird ein Gelände freigehalten. Im nordwestlichen Teil des Waldes soll die Bepflanzung nicht so hoch hinaufragen. So sollen mögliche Schatten in den Gärten der Nachbarn vermieden werden. Der Eingang des Waldes wird an der westlichen Seite liegen. Durch den Wald führt ein 900 Meter langer Pfad.

Morten Heisel und zwei seines dreiköpfigen Arbeiterteams. Vorne steht die Ungarin Kinga Lukacs. Auch Morten Heisels Mutter Kirsten hilft beim Verteilen der neuen Bäumchen. Foto: Karin Riggelsen

Es werden 9.000 Bäume und Büsche mit einem Abstand von anderthalb Metern gepflanzt. Der relativ kurze Abstand zwischen den Pflanzen sorgt dafür, dass der Wald schnell heranwächst. Nach acht Jahren wird der Betreiber „Skovdyrkerforeningen Syd“ zum ersten Mal in Ormstoft roden, um den Bäumen und Büschen wieder genug Platz zu verschaffen.

Schutz vor Wild

Um den jungen Wald vor dem Wild zu schützen, wird der Wald in den ersten fünf Jahren eingezäunt. Nach fünf Jahren sind die Bäume so groß, dass die Rehe den Bäumen nichts mehr anhaben können. Menschen können durch ein Gatter in den neuen Wald gelangen.

Die beiden lokalen Bewohner Jens Andersen und Kaj Christensen gingen Gassi mit ihren Hunden Siba und Balder.

„Das ist doch eine ganz fantastische Sache. Das wird uns ja auch lärmmäßig von der Umgehungsstraße abschirmen. Jetzt werden wir bald einen Spaziergang in dem neuen Wald machen können. Sonderburg tut wirklich viel“, so die lobenden Worte von Kaj Christensen.

Jens Andersen (l) und Kaj Christensen mit ihren Hunden Balder und Siba. Foto: Karin Riggelsen
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