Sprachkenntnisse

235 Milliarden Gründe, um Deutsch zu lernen

235 Milliarden Gründe, um Deutsch zu lernen

235 Milliarden Gründe, um Deutsch zu lernen

Kopenhagen
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Wer Deutsch versteht, erlangt ein weitaus besseres kulturelles Verständnis, meint der Direktor der Deutsch-Dänischen Handelskammer in Kopenhagen, Reiner Perau. Foto: dpa

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Der Direktor der Deutsch-Dänischen Handelskammer in Kopenhagen, Reiner Perau, findet, dass sich die Dänen mehr Mühe geben sollten, wenn es um das Erlernen der deutschen Sprache geht. Drei Gründe dafür hebt er besonders hervor.

Nun schaltet sich der Direktor der Deutsch-Dänischen Handelskammer, Reiner Perau, in die Debatte um Deutschkenntnisse ein. Eine Lehrerin hatte in einem Beitrag auf dem Portal folkeskolen.dk vorgeschlagen, den Deutschunterricht zugunsten von mehr Freizeit abzuschaffen.

Dänen sollten sich mehr Mühe geben

„Es ist zwar richtig, dass Englisch die Sprache in der heutigen Geschäftswelt ist. Auch mit Deutschen kann man inzwischen gut Englisch sprechen. Dennoch finde ich, dass sich die Dänen mehr Mühe geben sollten, um Deutsch zu lernen und Deutschland besser zu verstehen. Quantitativ gesehen gibt es 235 Milliarden Gründe, um Deutsch zu lernen“ meint Reiner Perau.

Beide Sprachen eng miteinander verwandt

Von denen führt er vor allem drei ins Feld. So sind Deutsch und Dänisch seiner Überzeugung nach eng miteinander verwandt, da sie beide der germanischen Sprachenfamilie angehören. Dies gäbe Dänen einen Vorteil, wenn sie Deutsch lernen wollen.

Auch auf Geschäftsreisen von Vorteil

Aber auch auf Geschäftsreisen hält er Deutschkenntnisse von Vorteil. Zwar könne man durchaus Englisch sprechen, aber wer Deutsch versteht, erlangt auch ein weitaus besseres kulturelles Verständnis. „Und das gibt Punkte auf dem Sympathiekonto, wenn man bei Gesprächen über die Bundesliga oder die Regierung in Baden-Württemberg dabei sein kann.“

Hilfreich beim Lesen von Nachrichten

Nicht zuletzt hilft das Verstehen der deutschen Sprache auch bei Forschungszwecken und dem Verstehen von Nachrichten und dem modernen Deutschland, ist sich der Handelskammerdirektor sicher. „Man kommt nicht weit, Berlingske oder Børsen zu lesen. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung und das Handelsblatt sind der Schlüssel dafür, um zu verstehen, was auf Dänemarks größtem Exportmarkt vor sich geht“, meint Perau.

Auch dänische Politiker sollten auf Deutsch setzen

Deshalb sei es auch für dänische Politiker von Vorteil, auf Deutsch zu setzen, denn dies fördere den Export und den Wohlstand.

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