Wirtschaft in Nordschleswig

„URS“-Spitzenthemen Klimaschutz und Arbeitskräftebedarf

„URS“-Spitzenthemen Klimaschutz und Arbeitskräftebedarf

„URS“-Spitzenthemen Klimaschutz und Arbeitskräftebedarf

Hadersleben/Haderslev
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Der Klimaforscher Sebastian Mernild ist der Prorektor der Süddänischen Universität (SDU) und Mitglied im „Udviklingsråd Sønderjylland" (URS). Foto: URS

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Das nordschleswigsche Wirtschaftsförderungsgremium „Udviklingsråd Sønderjylland“ (URS) hat seinen Jahrestag in Hadersleben veranstaltet: URS-Mitglied und Klimaforscher Sebastian Mernild referierte über die Dringlichkeit des Klimaschutzes und die Möglichkeiten zur grünen Umstellung im Landesteil.

Bei seinem Jahrestag im Hotel Harmonien in Hadersleben hat sich das nordschleswigsche Wirtschaftsförderungsgremium „Udviklingsråd Sønderjylland“ mit den aktuellen Themen Klimaschutz und Rekrutierung von Arbeitskräften befasst.

Mitglied des UN-Klimarates unterstrich Dringlichkeit von Maßnahmen

Der Wirtschaftsförderungsrat, in dem Wirtschaft, Politik, Ausbildungsstätten und regionale Interessenverbände repräsentiert sind, konnte trotz Kommunalwahlkampfs die meisten Bürgermeister der nordschleswigschen Kommunen bei der Zusammenkunft am Dienstag begrüßen. „URS“ wird zu 50 Prozent von den Kommunen finanziert. Den Rest steuern Stiftungen, Organisationen und Unternehmen bei. Einer der Referenten während des Jahrestages, der bekannte Klimaforscher und Prorektor der Süddänischen Universität (SDU), Sebastian Mernild, hatte in seinem Vortrag die Dringlichkeit des Klimaschutzes erklärt. Dabei stellte er unter anderem Ergebnisse seiner Tätigkeit als Mitglied des UN-Klimarats (IPCC) vor.

Die Ausführungen des Wissenschaftlers, der als Vertreter der SDU dem Entwicklungsrat „URS“ angehört, lösten lebhafte Diskussionen im Plenum aus, in dem neben Wirtschaftsvertretern einschließlich der Landwirtschaft auch mehrere nordschleswigsche Folketingsmitglieder vertreten waren. Mernild beließ es nicht bei Warnungen vor Gefahren der Klimakrise, sondern stellte auch Möglichkeiten einer grünen Umstellung der Wirtschaft in Nordschleswig vor.

Leif Friis Jørgensen (l.), er ist der URS-Vorsitzende, und Apenrades Bürgermeister Thomas Andresen eröffneten den Jahrestag des Gremiums im Kulturhaus „Harmonien" in Hadersleben. Foto: URS

Eröffnet hatte die Veranstaltung der URS-Vorsitzende Leif Friis Jørgensen. Er ist der Direktor der Ökomeierei Naturmælk in Brauderup (Broderup) bei Tingleff (Tinglev). Friis Jørgensen gab eine Einführung in die „Vision 2030“, die bei „URS“ erarbeitet worden ist. Zu Wort kam in diesem Zusammenhang auch der Apenrader Bürgermeister Thomas Andresen (Venstre).

Auch „Denkfabrik“ mit dabei

Anschließend hatte die „Denkfabrik“ „Mandag Morgen“ einen Beitrag zum Potenzial der Klimaanpassung, der Digitalisierung und des Bildungssektors in Nordschleswig präsentiert. Für Aufmerksamkeit sorgte im weiteren Verlauf des Jahrestages der geschäftsführende Direktor des Bau- und Dienstleistungskonzerns „Arkil Holding A/S“, Jesper Arkel. Anknüpfend an die sich abzeichnenden Herausforderungen in der Bauwirtschaft, unterstrich Arkil Forderungen nach mehr Ausschreibungen bisher noch in öffentlicher Regie erbrachter Dienstleistungen. Daneben referierte der Unternehmenschef, der auch Mitglied im „URS“ ist, über Lösungsmodelle, wie künftig angesichts des demografischen Wandels der steigende Bedarf bei qualifizierten Arbeitskräften und der Ausbildung von Nachwuchskräften gedeckt werden kann.

Der Vorsitzende der Stiftung BHJ, Peder Damgaard, und Vorstandsmitglied Maibritt Jakobsen überreichten beim „URS"-Jahrestag Auszeichnungen an die Unternehmen V. Å. Gram, Kjelkvist, Senior Erhverv Sønderjylland und das Projekt „Unge på Toppen“ für deren Einsatz zur Stärkung des Arbeitsmarktes in Nordschleswig. Foto: URS

Zum Abschluss der Veranstaltung wurde der Initiativpreis der Stiftung „BHJ Fond“ an die Unternehmen V. Å Gram, Kjelkvist A/S, Senior Erhverv Sønderjylland und das Projekt „Unge på Toppen“ überreicht. Die Stiftung zeichnet jeweils außergewöhnliche Initiativen zur Stärkung des Arbeitsmarktes in Nordschleswig aus.

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