Eishockey

Patrick Galbraith jubelt über das erste Tor seiner langen Karriere

Patrick Galbraith jubelt über das erste Tor seiner Karriere

Patrick Galbraith jubelt über das erste Tor seiner Karriere

Woyens/Vojens
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Patrick Galbraith mit dem Puck, den er ins leere gegnerische Tor schickte Foto: Lars Jensen

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Der Unterhaltungswert hielt sich in Grenzen, und der 4:1-Heimsieg von Rødovre wird nur wegen einer Szene in Erinnerung bleiben. Der SønderjyskE-Torwart setzte einen bemerkenswerten Schlusspunkt.

Der Jubel war groß, als SønderjyskE mit dem vierten Tor 15 Sekunden vor Spielende den Schlusspunkt eines nicht gerade aufregenden Abends in der Woyenser Frøs Arena setzte.

Der Torschütze war der Torwart!

Patrick Galbraith fasste sich ein Herz und schleuderte die Hartgummischeibe ins gegnerische Tor, als die Rødovre Mighty Bulls in der Schlussphase den Torwart mit einem sechsten Feldspieler ersetzt hatten, um den Rückstand doch noch wettzumachen.

Das erste Tor mit 37

„Das war surreal. Davon habe ich mein Leben lang geträumt“, sagt Patrick Galbraith zum „Nordschleswiger“.

Der 37-jährige Woyenser hat in seiner langen Karriere schon sehr viel erlebt: eine Olympia-Teilnahme, zehn Weltmeisterschaften, neun ausländische Vereine sowie Meistertitel und Pokalsieg mit SønderjyskE. Doch für den langjährigen Nationaltorhüter war es das erste Tor.

„Bereits als der Schuss aufs Tor kam, entstand der Gedanke, es zu versuchen. Der Schuss kam von der Mitte aus direkt auf mich. Ich stand nicht unter Druck und konnte keinen Grund sehen, es nicht zu versuchen. Als ich abzog, spürte ich schon, dass der Schuss die richtige Richtung hatte. Ein Rødovre-Spieler ist gesprungen und hat den Puck mit der Hand berührt, aber zum Glück konnte er ihm keine Richtungsänderung geben. Danach kann ich nicht so viel erinnern. Es gab danach ein wohlverdientes Bier und auch ein Schnitzel. Alles ist gut“, so der SønderjyskE-Torwart.

Müdes Spiel

Das Tor von Patrick Galbraith war der Höhepunkt eines bis dahin ereignisarmen Abends, an dem die Hellblauen nur schwer zur Intensität der vergangenen Spiele finden konnten.

„Es war ein müdes Spiel. Wir haben viele Chancen hergegeben, und das ärgert mich. Das Spiel hätte auch zugunsten von Rødovre kippen können, aber das hat Paddy im Tor verhindert. Wir haben nicht unser bestes Spiel gemacht, aber die drei Punkte geholt. Gute Mannschaften gewinnen auch an schlechten Tagen“, sagt Interimstrainer Anders Førster zum „Nordschleswiger“.

 

SønderjyskE - Rødovre (1:0,1:1,2:0) 4:1

1:0 Villiam Haag (6:56/Ass.: David Madsen, William Pelletier), 1:1 Frank Gymer (36:28/5 gegen 4), 2:1 Gustav Nielsen (37:25/Ass.: Max Tjernström, Matthias Borring Hansen), 3:1 William Pelletier (58:37/Ass.: Villiam Haag, Oscar Schulze), 4:1 Patrick Galbraith (59:44).

Zeitstrafen: SE 5x2 – Rødovre 4x2 Minuten. Schiedsrichter: René Jensen/Martin Theiltoft Christensen. Zuschauer: 2.249.

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