Eishockey

Balsam für das angeschlagene Nervenkostüm von SønderjyskE

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Nikolaj Krag-Christensen glänzte mit einem Treffer und zwei Torvorlagen.

Der amtierende dänische Eishockeymeister hat mit dem erst dritten Sieg aus den vergangenen 15 Spielen einen ersten Schritt aus der Krise gemacht. Das 4:3 gegen Rungsted stimmt zuversichtlich, deckt aber auch auf, wie zerbrechlich die SønderjyskE-Spieler derzeit sind.

Die Erleichterung war nicht zu übersehen, als die Eishockeyspieler von SønderjyskE nach einer langen Talfahrt einen guten Start ins neue Jahr hingelegt hatten. Der amtierende dänische Meister und Pokalsieger musste am Ende noch zittern, konnte sich aber über einen 4:3-Heimsieg gegen Rungsted Seier Capital freuen.

„Schön, endlich mal wieder zu gewinnen. Wir haben ein gutes Spiel gemacht und eine Woche vor dem Final Four Selbstvertrauen getankt. Ein gutes Gefühl ist wichtig, wenn der erste Titel auf dem Spiel steht“, sagt SønderjyskE-Stürmer Nikolaj Krag-Christensen zum „Nordschleswiger“.

11 Punkte aus 14 Spielen

SønderjyskE hatte am 3. November mit einem 5:2-Heimsieg gegen Rungsted Seier Capital den Einzug ins Pokal-Final-Four perfekt gemacht, verlor aber zwei Tage später gegen den gleichen Gegner mit 2:7 und leitete hier eine bemerkenswerte Talfahrt ein. Mit lediglich 11 Punkten aus 14 Spielen rutschten die Hellblauen vom dritten auf den achten und vorletzten Tabellenplatz ab.

„Wir haben viele Kleinigkeiten geändert und befinden uns auf dem richtigen Weg. Das war auf jeden Fall ein guter Start ins neue Jahr“, meint Nikolaj Krag-Christensen, der einen Treffer und zwei Torvorlagen zum Sieg beisteuerte.

Nach Anlaufschwierigkeiten im Anfangsdrittel und einem starken Mattias Pettersson, der einen Rückstand verhinderte, konnte SønderjyskE vor allem im Mitteldrittel überzeugen. Die Gastgeber hätten höher führen können, ja müssen, schienen aber alles unter Kontrolle zu haben, als es fünfeinhalb Minuten vor Schluss 4:2 hieß und Rungsted eine vierminütige Strafe abbrummen musste.

Fehlendes Selbstvertrauen

Ein Fehlpass von Nikolaj Krag-Christensen in Überzahl wurde mit einem Kontertor bestraft, und plötzlich machte sich Panik breit.

„Ich weiß nicht, ob wir zerbrechlich sind. Wenn das Selbstvertrauen fehlt, das Spiel im Schlussdrittel sicher über die Zeit zu bringen, wird man vielleicht ein wenig übermütig, aber es hat zum Glück gereicht“, so ein erleichterter Nikolaj Krag-Christensen.

Der Sieg, der erst dritte nach regulärer Spielzeit aus den letzten 15 Spielen, war Balsam für das angeschlagene Nervenkostüm des Doublesiegers, der am Sonntag in Aalborg antreten muss und weiter an Boden gutmachen kann. Trotz der wochenlangen Talfahrt beträgt der Rückstand des Tabellenachten auf den Tabellenzweiten Odense lediglich neun Punkte.

SønderjyskE - Rungsted SC (1:1,2:0,1:2) 4:3

1:0 Cameron Brown (14:14/Ass.: William Pelletier, Gabriel Desjardins), 1:1 Morten Jensen (14:57), 2:1 Gustav Nielsen (21:52/Ass.: David Madsen, Nikolaj Krag-Christensen), 3:1 Joseph Jonsson (25:50/Ass.: Nikolaj Krag-Christensen, Alexander Wiklund), 3:2 Morten Jensen (47:35), 4:2 Nikolaj Krag-Christensen (50:10/Ass.: Oskar Drugge, Alexander Wiklund/5 gegen 4), 4:3 Victor Cubars (56:35/4 gegen 5).

Zeitstrafen: SE 5x2 – Rungsted 6x2 Minuten. Schiedsrichter: Niklas Knøsen/Steffan Ørvad Frydkjær. Zuschauer: 2.327.