Coronavirus

60 Nerz-Farm-Betreiber klagen gegen Tötung

60 Nerz-Farm-Betreiber klagen gegen Tötung

60 Nerz-Farm-Betreiber klagen gegen Tötung

dodo/Ritzau
Kopenhagen
Zuletzt aktualisiert um:
Millionen Nerze wurden bereits getötet. Foto: Henning Bagger/Ritzau Scanpix

Bisher wurde das Coronavirus auf 101 Farmen nachgewiesen. Doch die Bestände von deutlich mehr Farmen werden durch eine aus Sicht der Züchter nicht nachvollziehbaren Regeln getötet.

60 Nerzfarm-Betreiber aus Nordjütland klagen gemeinsam gegen die massenhafte Tötung ihrer Tiere.

Vertreten werden sie von der Anwältin Birgitte Pedersen.

„Wir klagen gegen die Nichteinhaltung der Rechte von den Nerz-Züchtern, gegen die gescheiterte Tötungsstrategie und den Mangel einer fachlichen Grundlage für diese“, so Pedersen.

Insgesamt sind derzeit 101 Nerz-Farmen vom Coronavirus befallen, doch die Tiere von deutlich mehr Farmen sollen vorsichtshalber getötet werden.

Das gilt für alle Nerzfarmen, die sich im Umkreis von 7,8 Kilometern zu einer bereits betroffenen Farm befinden.

Irritierende Grenze

Aus Sicht der Kläger ist nicht ersichtlich, warum genau diese Grenze gewählt wurde.

„Die Nahrungsmittelbehörde sagt, dass das Staatliche Serum-Institut die Grenze festgelegt hat, und das Serum-Institut sagt, dass es die Nahrungsmittelbehörde war“, heißt es in der Klage der Nerz-Züchter.

Am Mittwoch bedeutete diese Grenzziehung, dass Tiere von rund 200 Nerz-Farmen getötet werden mussten. Insgesamt waren es rund 2,5 Millionen Nerze. Nachgewiesen war der Coronavirus allerdings nur auf 89 Farmen.

Pedersen ist darauf eingestellt, dass der Fall vor Gericht gehen wird.

„Meine Klienten sehen keinen anderen Ausweg. Ihr Lebenswerk und die Branche erleiden durch die derzeitige Strategie irreparable Schäden“, so die Anwältin.

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Cornelius von Tiedemann
Cornelius von Tiedemann Stellv. Chefredakteur
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