Steuerpolitik

Arbeitslose müssen für günstigere Autos blechen

Arbeitslose müssen für günstigere Autos blechen

Arbeitslose müssen für günstigere Autos blechen

jt/ritzau
Kopenhagen
Zuletzt aktualisiert um:
Foto: Scanpix

Das neue Autopaket der dänischen Regierung und der Dänischen Volkspartei wird im Großen und Ganzen von finanziellen Kürzungen bei Arbeitslosen finanziert werden.

Wenn Autofahrer in Zukunft weniger an Abgaben für ihr neues Auto bezahlen müssen, dann können sie den Arbeitslosen, die Sozialleistungen beziehen, dafür danken.

Die neue Absprache, die am Donnerstagabend eingegangen wurde, wird bis 2025 rund vier Milliarden Kronen kosten. Zwei Milliarden davon sollen laut Plan von der sogenannten Jobreform Phase 1 genommen werden. Dieses Geld hat der Staat anhand von Kürzungen im Sozialbereich gespart – weshalb im Grunde die ärmsten Bürger die Autoabgabenkürzungen mitfinanzieren.

Bei den Radikalen ist der Sprecher für Transport und Steuerabgaben, Andreas Steenberg, über eine solche Finanzierung verärgert. „Das sind einige der ärmsten Bürger, die diese Kürzungen mitfinanzieren. Man kürzt ihre Leistungen, damit andere ein günstigeres Auto erwerben können“, so Steenberg. „Das ist meiner Meinung nach unsozial und falsch“, sagt er ungehalten.

Auch beim Verein der dänischen Sozialratgeber stößt die neue Absprache auf Verärgerung. „Ob ein Auto teurer oder günstiger wird, ist uns letztendlich egal. Doch wir meinen, dass das Geld, das nun für die neue Absprache gebraucht wird, passenderweise die Bedingungen von den ärmeren Bürgern hätte verbessern können – statt sie zu verschlechtern“, sagt der Vorsitzende des Vereins, Rasmus Balslev.

Mehr lesen

Leitartikel

Walter Turnowsky
Walter Turnowsky Korrespondent in Kopenhagen
„Elses Botschaften“