Geldspritze

127,5 Millionen Kronen für den Pädagogik-Sektor

127,5 Millionen Kronen für den Pädagogik-Sektor

127,5 Millionen Kronen für den Pädagogik-Sektor

Ritzau/chu
Kopenhagen/København
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Foto: Johan Gadegaard/Midtjyske Medier/Ritzau Scanpix

Nach rückläufigen Bewerbungszahlen und freien Studienplätzen erhält das pädagogische Bildungsprogramm nun finanzielle Unterstützung in Höhe von 127,5 Millionen Kronen. Das Geld soll von einem geplanten Talentprogramm kommen.

Immer weniger Menschen möchten Pädagogen werden. Das vierte Jahr in Folge sind die Bewerberzahlen für eine pädagogische Ausbildung gesunken. Das gibt das Ministerium für Bildung und Forschung bekannt.

Nun soll eine Finanzspritze von 127,5 Millionen Kronen dabei helfen, den pädagogischen Bereich wieder interessanter zu machen. Wie Bildungs- und Forschungsministerin Ane Halsboe-Jørgensen (Soz.) erklärt, komme das Geld von einem von der früheren Regierung geplanten Talentprogramm, das laut der Ministerin eingestellt wurde.

„Politik bedeutet Priorisierung. Ich sehe das so, dass es die wichtigste Aufgabe für mich als Ministerin ist, dass unsere Ausbildungen auf ganzer Linie eine gute Grundqualität haben. Erst wenn das der Fall ist, können wir das Talentprogramm aufbauen“, sagte sie der Nachrichtenagentur Ritzau.

Dänemark solle laut der Ministerin „das beste Land der Welt sein, um Kind zu sein“. Doch dafür brauche es qualifizierte Pädagogen.

Die finanzielle Unterstützung für den pädagogischen Ausbildungsbereich werde jedoch eine einmalige Angelegenheit bleiben. „Ich habe aktuell nicht das Geld, um permanent unter die Arme zu greifen“, sagte die Ministerin und versprach einen Qualitätsschub durch das nun zur Verfügung stehende Geld. Die Bildungseinrichtungen können selbst über das Geld verfügen.

Seit dem Jahr 2015 ist die Zahl der Menschen, die Pädagogen werden möchten, um 17 Prozent gesunken. Einer der Gründe für diese Entwicklung könnte eine sinkende Jugendbevölkerung sein.

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