Wiederöffnung

Zurück im Kindergarten: Willkommen mit Waschlappen

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Händewaschen statt Händeschütteln: Martin, Selina und Mutter Matina Hahn vor dem Kindergarten-Gartentor.

In Dänemark haben die Kindergärten ihren Betrieb wieder aufgenommen. Wie werden die Sicherheitsvorgaben der Regierung umgesetzt? Ein Ortsbesuch im deutschen Kindergarten in Rinkenis.

Es ist genau 8 Uhr, als Lui durch die Gartenpforte schreitet. „Endlich wieder Kindergarten“, ruft der Fünfjährige. Zusammen mit seiner Mutter Svenja Hansen ist er durch die Sicherheitsschleuse in den Kindergarten spaziert.

Mithilfe von Absperrband und Abstandshaltern können die Eltern ihre Kinder am Gartentörchen abliefern. Die Mitarbeiterinnen des Kindergartens nehmen ihre Schützlinge im Garten in Empfang.

Als ersten Willkommensgruß erhält Lui einen Waschlappen. Während er in den Spielbereich geht, wäscht er sich die Hände an dem mit Seifenwasser getränkten Lappen.

Selina auf dem Weg in den deutschen Kindergarten in Rinkenis: Ab durch die Sicherheitsschleuse

Mutter Svenja Hansen wünscht ihrem Sohn einen schönen Tag – und freut sich, dass der Alltag wieder Gestalt annimmt.

„Lui hat sich so gefreut, dass es wieder losgeht. Es sind seine letzten zweieinhalb Wochen, bevor es in Richtung Vorschulklasse geht, und er hat so gehofft, dass er noch mal zurück in den Kindergarten darf“, sagt Svenja Hansen.


Svenja Hansen fühlt sich gut informiert – und weiß ihr Kind in verantwortungsvollen Händen, auch was die Ansteckungsgefahr durch den Coronavirus angeht.

Los geht es - Lui kann seine letzten Wochen im Kindergarten genießen, bevor er in die Vorschule wechselt.

„Wir sind sehr gut vorbereitet worden und haben auch ein kleines Informationsvideo zugeschickt bekommen. Die Kinder haben viel mitgekriegt, wie sie sich verhalten sollen, und hier sind sie gut aufgehoben.“

Sarah Katharina Stolzke ist die Leiterin der Kindergartenabteilung, die zum Verband der Deutschen Kindergärten Sonderburg (DKS) gehört.

Svenja Hansen hat ihren Sohn Lui am Mittwoch in den deutschen Kindergarten nach Rinkenis gebracht.

Ist die Ansteckungsgefahr im Griff? „Wir haben uns gut vorbereitet. Wir unterteilen die Kinder in Gruppen, in denen sie bleiben“, informiert die Leiterin. „Die Eltern kommen durch die Schleuse nicht in Kontakt zu anderen Eltern, und unser Plan ist es, dass wir uns ausschließlich draußen aufhalten. Nur wenn die Kinder auf die Toilette müssen oder zum Händewaschen gehen wir ins Haus.“

Von 38 Kindern werden aktuell 9 betreut

Betreut wird von 8 bis 14.30 Uhr. Von den 38 Kindern des Kindergartens sind am Mittwoch 9 Kinder zur Betreuung erschienen. „Einige Eltern haben noch Osterurlaub, andere können ihre Kinder auch weiterhin neben der Arbeit zu Hause betreuen“, so Sarah Katharina Stolzke.

Matina Hahn ging am Mittwoch mit ihren Kindern Martin und Selina durch die Schleuse. „Martin hat immer wieder gefragt, wie viele Male er noch schlafen muss, bevor er wieder in den Kindergarten kann. Die haben sich beide sehr gefreut“, so die Mutter.

Eingangsschleuse und Händewaschstationen: Sarah Katharina Stolzke ist Abteilungsleiterin in Rinkenis und hat ihr Team gut auf die Wiederöffnung vorbereitet.

„Es ist gut, dass der Kindergarten wieder losgeht, und hier wurden ja viele gute Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Da fühlen wir uns gut aufgehoben.“

Auch Martin und Selina erhalten einen Waschlappen - dann geht der Kindergartenalltag für zwei weitere Kinder in Dänemark wieder los. Lui ist bereits auf einem der Spielgeräte unterwegs. Mit frisch gewaschenen Fingern.

„Es ist gut, dass der Kindergarten wieder losgeht, und hier wurden ja viele gute Sicherheitsvorkehrungen getroffen. Da fühlen wir uns gut aufgehoben.

Matina Hahn, Mutter

Im Deutschen Kindergarten Rinkenis muss der Boden im Erdgeschoss ausgetauscht und der Keller gegen Schimmel behandelt werden.