Klimaschutz in Kappeln

Kirche und Stadt starten E-Carsharing-Projekt

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Heiko Traulsen, Ingo Gutzmann, Stephan Janbeck und Carsten Redlich
Am Scheunenfeld sollen die Ladestationen für die E-Autos entstehen. Heiko Traulsen (v.li.), Ingo Gutzmann, Stephan Janbeck (Klimaschutzmanager des Kirchenrkreises) und Carsten Redlich freuen sich auf den start im Herbst.

Ab Herbst können Kappelner und Gäste zwei E-Autos nutzen. Was damit bewirkt werden soll, wissen die Initiatoren.

Zwei Gemeinschaftsautos also sollen spätestens ab Herbst auf den bereits halbfertigen Stellflächen auf dem Parkplatz Scheunenfeld stehen. Halbfertig, weil sie bereits mit Rasengittersteinen befestigt sind, Markierungen und Ladesäulen aber noch fehlen. Ingo Gutzmann wirft einen Blick zurück. „Die Überlegungen, ein Carsharing-Projekt zu starten, gibt es ja schon länger“, sagt der Leiter des Regionalzentrums des Kirchenkreises. Auch weil sich die Nordkirche dem Klimaschutzgedanken verschrieben hat: Klimaneutralität bis zum Jahr 2050, das will die Nordkirche erreichen.

Der Unterschied zu Kappeln? Carsten Redlich kennt ihn: „In der Regel benötigt man einen guten Nahverkehr, um mit wenig Auto auszukommen. Der ist in größeren Städten wie Flensburg meist besser vorhanden.“ Trotzdem ist er zuversichtlich: „Ich glaube, dass es auch in Kappeln einen Personenkreis gibt, der Carsharing nutzen wird.“ Dazu setzt er auf die Multiplikatoren Stadt und Kirche. „Es muss als lokales Produkt erkannt werden“, sagt Redlich. Mit lokalen Protagonisten, die die Idee vorleben und die Information weitertragen.

Beispiel für andere Kommunen

Dass er eben diese Protagonisten mit Kirche und Stadt gefunden hat, glaubt Carsten Redlich fest. Und mehr: „Kappeln kann so ein Beispiel sein für andere Kommunen dieser Größe“, sagt er. Und wenn der Mix aus gewerblicher und privater Nutzung der E-Autos funktioniert. Drei bis fünf Jahre will man sich geben, um das Projekt zu etablieren. Und Ingo Gutzmann kündigt schon an, dass die Mitarbeiter des Regionalzentrums ein Fahrzeug immer mal wieder für Dienstfahrten nutzen wollen – damit wäre eine tragfähige Säule des Konzepts schon geklärt.