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Esben Hansen soll bei SønderjyskE ein Loch stopfen

Esben Hansen soll bei SønderjyskE ein Loch stopfen

Esben Hansen soll bei SønderjyskE ein Loch stopfen

Hadersleben/Haderslev
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Esben Hansen in seinem einzigen Länderspiel für Dänemark, 2007 in der EM-Qualifikation gegen Liechtenstein. Foto: Henning Bagger/Ritzau Scanpix

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Der abstiegsbedrohte Fußball-Superligist hat den Rechtsanwalt und ehemaligen Nationalkicker Esben Hansen als neuen Sportdirektor vorgestellt.

Fußball-Superligist SønderjyskE hat einen erneuten Kurswechsel vollzogen. Mit der Verpflichtung von Esben Hansen als Sportdirektor ist es bereits der dritte große Kurswechsel in der Führungsriege seit der Übernahme des US-Amerikaners Robert Platek vor etwas mehr als einem Jahr. 

Erst war es Andrew Ramsey, der mit seinem extrem datenbasierten Zugang dem damaligen Sportchef Hans Jørgen Haysen dazwischenfunkte und Haysen den Abschied leichter fallen ließ, als AGF mit einem attraktiven Angebot an der Tür klopfte. Ramsey war im Hintergrund ein machtvoller Mann, der zunächst großes Vertrauen von Eigentümer Platek genoss, ist aber im Sommer bei SønderjyskE ausgeschieden. In erster Linie krankheitsbedingt, aber nicht nur. Es stellte sich heraus, dass dieser Weg nicht der richtige war.

Die neue Konstellation mit einem CEO, auch Fußballdirektor genannt, sowie einem „Head of Recruitment and Player Development“ hatte ab Juli das Sagen, doch mit dem so genannten „Recruitment Team“, das gemeinsam mit den Schwester-Klubs Spezia Calcio und Casa Pia gebildet worden ist, ist ein nicht gerade gelungenes Transferfenster herausgesprungen. Danach ist man zum Schluss gekommen, dass dies auch nicht die richtige Konstellation ist. Mehr sportliche Fachkompetenz ist gefragt.

Andrew Ramsey, hier zwischen Vorstandsmitglied Nishant Tella (mit Mundschutz) und SønderjyskE-Direktor Klaus Rasmussen, ist im Sommer bei SønderjyskE ausgeschieden. Foto: Karin Riggelsen

Esben Hansen soll mit seinen Kompetenzen das Vakuum füllen, das zwischen Fußballdirektor Jonas Lygaard und dem „Head of Recruitment and Player Development, Joe Manns, entstanden ist. Der Job mit dem langen Titel wurde auch als „Mini-Sportchef“ bezeichnet. Die Frage ist nun, ob für Joe Manns bei SønderjyskE noch Platz ist? Dies wird sich in den nächsten Wochen und Monaten zeigen.

Esben Hansen war zuletzt als Rechtsanwalt bei der Kopenhagener Anwaltskanzlei „Lund Elmer Sandager“ tätig, auch in beratender Funktion in sportrechtlichen Fragen.

„Esben arbeitet in beratender Funktion bei sportrechtlichen Problemen, wo er als ehemaliger Profi-Fußballer über eingehende Branchenkenntnis verfügt, und auch über das besondere Netzwerk dieser Branche. Und in diesem Zusammenhang berät Esben Klubs in Dänemark und im Ausland“, heißt es auf der Webseite von „Lund Elmer Sandager“.

Esben Hansen hat von 2002 bis 2009 für OB in der Superliga gespielt, nur unterbrochen von einem missglückten Bundesliga-Abenteuer beim 1. FC Kaiserslautern.

Der Mittelfeldspieler kam im August 2007 für rund 750.000 Euro von OB zum 1. FC Kaiserslautern, konnte sich jedoch nicht durchsetzen und wurde von FCK-Trainer Kjetil Rekdal nach nur sieben Zweitliga-Einsätzen bereits zur Winterpause wieder ausgemustert. Im Januar 2008 ging es zurück zu OB. 

Im September 2007 hatte er beim 4:0 in der EM-Qualifikation gegen Liechtenstein sein einziges Länderspiel für Dänemark absolviert.

Zum Abschluss seiner Karriere kickte er von 2009 bis 2010 noch bei Randers FC und Lyngby FC. Insgesamt kam Esben Hansen auf 193 Superliga-Einsätze.

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