Gesundheit

Pollen im Anflug

Malick Volkmann
Nordschleswig
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Wenn die Pollen fliegen, stehen Allergikern harte Wochen ins Haus. Den Anfang machen Hasel und Erle, manchmal, je nach Witterung, schon im Dezember. Foto: DPA

Die ersten Pollen fliegen wieder, auch wenn die Belastung noch gering ist. Was und wieviel gerade fliegt, verraten Pollenflug-Apps auf dem Smartphone.

Allergiker dürften nicht gerade mit Freude in die Zukunft blicken: Die Pollensaison steht an. Noch herrscht aber weitestgehend Ruhe.

„Offiziell hat die Pollensaison in Dänemark noch nicht begonnen, bis dahin vergeht noch eine Weile. Mitte Februar geht es mit Hasel und Erle so richtig los“, erklärt Karen Rasmussen von Astma Allergi Danmark. Auch im Norden Deutschlands können Pollenallergiker noch ein paar Wochen größtenteils ohne tränende Augen und laufende Nase im Freien unterwegs sein. Hier spricht der Deutsche Wetterdienst (DWD) im Moment von keiner bis geringer Belastung.

Die ersten Pflanzen, deren Blütenstaub durch den Wind verteilt wird, sind klassischerweise die Hasel und Erle. Dieser Prozess startet schon im Dezember, weshalb es durchaus vorkommen kann, dass manch einer auch aktuell schon über Probleme klagt.

Beeinflusst werde die frühe Verteilung des Blütenstaubes auch durch den Standort der Pflanze. „Wenn die Pflanze, vor allem die Hasel, an einem einigermaßen wetterfesten und warmen Ort wächst, dann verteilen sich die Pollen auch schon so früh im Jahr“, berichtet Rasmussen.

„Wenn es regnet, fliegt keine Polle“,

Prädestiniert sind vor allem Städte, die als sogenannte Wärme-Inseln fungieren und der Hasel Schutz bieten. Auch von urbanen Gärten aus startete der Pollenflug der Hasel frühzeitig. Diese beschleunigenden Faktoren helfen allerdings nur bei trockenem Wetter. „Wenn es regnet, fliegt keine Polle“, so die Biologin.

Der Verlauf der Pollensaison hängt laut der Expertin Karen Rasmussen vor allem von den Wetterbedingungen ab, ein genauer Ausblick gestalte sich nicht so leicht. Man befinde sich aber in der Vorbereitung. „Je trockener es ist und je mehr Wind weht, desto schneller verteilt sich der Blütenstaub“, erklärt sie.

Allergikern empfiehlt Rasmussen sich eine Pollenflug-App auf das Smartphone zu laden oder die Pollenbelastung im Internet zu beobachten. Der DWD, der dänische Wetterdienst (DMI) oder Astma Allergi Danmark informieren beispielsweise ständig über die Belastung in der Region.

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