Altlast

300 Tonnen Altöl am Strand von Himmark

300 Tonnen Altöl am Strand von Himmark

300 Tonnen Altöl am Strand von Himmark

Ruth Nielsen
Ruth Nielsen Lokalredakteurin
Vejle
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Foto: Lene Esthave/Ritzau Scanpix

Es steht schlecht um den Strand von Himmark, das Ausmaß der Bodenverschmutzung ist größer als erwartet. Die Ursache ist die ehemalige Danfoss-Deponie.

Seit einigen Wochen besteht am Strand von Himmark Badeverbot, auch vom Angeln wird abgeraten (wir berichteten). Anlass ist verschmutztes Erdreich mit Schadstoffen, die aus einer Deponie stammen, die das Danfoss-Unternehmen von 1950 bis 1967 dort angelegt hatte. Nun hat die Region Süddänemark durch 250 Boden- und 65 Wasserproben festgestellt, dass das Terrain mit gut 300 Tonnen Öl verunreinigt ist.

In den Proben fand sich vor allem der Schadstoff Vinylchlorid, der Krebs verursachen kann.

Boden- und Wasserproben

Die Menge an chlorierten Lösungsmitteln im Boden wird auf vier Tonnen geschätzt. „Diese Funde an Lösungsmitteln entsprechen unseren Erwartungen. Im Gegensatz dazu ist die Ölverschmutzung größer als erwartet.

Es ist jedoch wichtig, darauf zu verweisen, dass Unsicherheiten bestehen, wenn man die Totalmenge anhand von Probebohrungen bestimmen soll”, erklärt Diplomingenieur Kristian Dragsbæk Raun, zuständig für das Projekt „Himmark Strand“, in einer Pressemitteilung. Daher werden im nächsten Schritt weitere engmaschigere Proben entnommen.

Erste Dioxinfunde 2018

Anlass der Bodenuntersuchungen am nordalsischen Strand war ein Dioxinfund 2018. Dieser Giftstoff findet sich weiterhin im Wasser am Meeresboden, aber in kleineren Mengen. Dioxin ist somit nicht das Hauptproblem der Verunreinigung, sondern die Schadstoffe wie Öl und chlorierten Lösungsmittel, die Danfoss mit Erlaubnis der Behörden dort deponiert hatte.

Enge Zusammenarbeit

Von Anfang an hat die Region Süddänemark mit Danfoss und der Kommune Sonderburg zusammengearbeitet. Sie wird alsbald die zwei Partner einladen, um mit ihnen den Bericht und den weiteren Verlauf zu erörtern.

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Siegfried Matlok
Siegfried Matlok Senior-Korrespondent
„Gewollt und „die Ungewollten““