Konflikt

Wildschweinzaun: Jäger befürchten mehr verletzte Rehe

Wildschweinzaun: Jäger befürchten mehr verletzte Rehe

Wildschweinzaun: Jäger befürchten mehr verletzte Rehe

Ellund
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Ein geschossenes Reh mit einem verletzten Lauf, der Vorsitzende der Hegegemeinschaft vermutet den Wildschweinzaun als Ursache der Verletzung. Die dänische Naturbehörde hat keine Erkenntnisse über Verletzungen, die eindeutig dem Zaun zugeordnet werden können. Foto: Privat

Der Wildschweinzaun soll den Wildschweinen den Weg in den Norden erschweren. Nach Meinung eines Jägers könnte der Zaun für andere Tiere zu einer Gefahr werden.

Sven Nicolaisen-Dlubatz, Vorsitzender der Hegegemeinschaft Fröslev-Jardelunder Moor und Flensburg West, berichtet von zwei Jägern, die in der Nähe von Ellund zwei Rehe geschossen hatten, die Verletzungen an den Vorderläufen aufwiesen. Er sagt: „Das eine Tier hatte Abschürfungen an einem Bein, bei dem anderen Tier war ein Vorderlauf gebrochen.“ Der Jäger vermutet, dass die Tiere sich verletzten, als sie den Wildschweinzaun überwinden wollten. „Auf einer Seite haben es die Tiere einfacher, da sie aus erhöhter Position springen können, weil sich dort ein Knick befindet. Zurück haben es die Tiere schwerer“, berichtet Sven Nicolaisen-Dlubatz.

Verletzungen durch Autos hält er für unwahrscheinlich, da sich dort, wo die Tiere geschossen wurden, seiner Aussage nach keine Straße in unmittelbarer Nähe befindet.

Der Vorsitzende der grenzüberschreitenden Hegegemeinschaft befürchtet, dass sich in Zukunft solche Fälle häufen. Die Wildwechsel sind seiner Aussage nach 100 Jahre alt, die Tiere seien es gewohnt, diese Wege zu nehmen.

Förster Bent Rasmussen von der Naturbehörde hat von Vorfällen dieser Art bislang noch nichts gehört. „Die Tiere können sich auch auf andere Art und Weise verletzen", so Rasmussen, ein direkter Zusammenhang könne somit nicht hergestellt werden.

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