Bürgerprotest

Bürgermeister weist Kritik zurück

Bürgermeister weist Kritik zurück

Bürgermeister weist Kritik zurück

Paul Sehstedt
Apenrade/Aabenraa
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Ole Ottosen hatte einen offenen Brief an die Kommune verfasst. Foto: Paul Sehstedt

„Wir haben keine relevanten Informationen verschwiegen“, schreibt Bürgermeister Thomas Andresen (V) in einer Antwort an Ole Ottosen.

Die Kommune Apenrade hat sich an die Buchstaben des Gesetzes gehalten, lautet der Tenor in einem Antwortschreiben, das Bürgermeister Thomas Andresen an Ole Ottosen geschickt hat.

Dieser hatte in einem offenen Brief an den Stadtrat die Sachbearbeitung in Verbindung mit der Ausweisung eines möglichen Sommerhausgebietes in Scheriff/Skarrev kritisiert. Ottosen hatte Einblick in die Akten bei der Kommune, der Gewerbeverwaltung/Erhvervsstyrelsen und Schiedsinstanz/Planankestyrelsen erhalten und daraufhin seine Klage formuliert.


„Ich will gern unterstreichen, dass die Kommune Apenrade keine relevanten Informationen unterschlagen noch geltende Verhältnisse in Verbindung mit dem Antrag auf Ausweisung eines neuen Sommerhausgebietes bei der Gewerbeverwaltung falsch beschrieben hat“, leitet Andresen seinen Brief ein, bevor er die einzelnen Punkte aus Ottosens offenem Brief beantwortet.

In Sachen der archäologischen Fundstätten verweist der Bürgermeister darauf, dass die Gegebenheiten vor Ort mit dem Museum Nordschleswig gemeinsam bewertet werden und dass die Präsenz von Urdenkmälern eine Ausweisung eines Sommerhausgebietes durch die Gewerbeverwaltung nicht verhindern könne.

Kein Nachteil für die Bürger

Ottosen hatte u. a. moniert, dass die Gewerbeverwaltung das Resultat einer Bedarfsanalyse negativer bewertete als die Kommune selbst. Außerdem meinte Ottosen, dass die Kommune dem Grundbesitzer seinem Wunsch nach kleineren Parzellen von nur 1.000 Quadratmetern zu sehr entgegengekommen war, obwohl das kommunale Themenstrategiepapier von mindestens 1.200 Quadratmetern ausging.
Dieses Missverhältnis erläuterte Andresen damit, dass die Gewerbeverwaltung in der Landesplanungsverordnung/Landsplandirektiv die Größe von 1.200 Quadratmetern nennt, und daher hat die Kommune diese Zahl verwendet. Der Bürgermeister kann daher nicht erkennen, dass die Kommune einen Bürger zum Nachteil der Allgemeinheit bevorzugt bedient hat.

Schutzzonen wurden berücksichtigt

Andresen hebt außerdem hervor, dass der Natur- und Landschaftsschutz sowie die Forstschutzzone berücksichtigt wurden. Ole Ottosen hatte auch den Campingplatz in Scheriff/Skærev mit ins Spiel gebracht, doch nach Ansicht von Andresen hat der keine Relevanz für die Ausweisung des Sommerhausgebietes.
Abschließend bedankt sich der Bürgermeister beim Kläger für dessen Verbesserungsvorschläge für die Infrastruktur im Gebiet bei Scheriff.

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