Gesellschaft

Nach Zugunglück geholfen: Alltagsheldinnen und -helden ausgezeichnet

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Unter den geehrten Ersthelferinnen und Ersthelfern des Zugunglücks in Behrendorf war unter anderem das Ehepaar Ute und Klaus Eigenmann (3. und 4. von links).

Für ihren außergewöhnlichen Einsatz bei einem Zugunglück in Behrendorf hat die Polizei kürzlich zehn Menschen gedankt. Darunter war auch das Ehepaar Ute und Klaus Eigenmann, das Fahrgäste in seinem Haus vorübergehend aufnahm und versorgte.

Mitarbeitende der Polizei hatten die jeweiligen Personen als Alltagsheldinnen und -helden vorgeschlagen: Für ihren Einsatz in Verbindung mit dem Zugunglück in Behrendorf am 15. August dieses Jahres hat die Polizei kürzlich zehn Menschen gedankt.

Sechs der Preisträgerinnen und Preisträger nahmen am Donnerstagabend mit ihren Familien an der Preisverleihung in Pattburg (Padborg) teil und erhielten jeweils eine Belohnung von 1.000 Kronen, eine Urkunde und einen Blumenstrauß, wie die Polizei für Südjütland und Nordschleswig in einer Pressemitteilung bekannt gab.

Unter den ausgezeichneten Helferinnen und Helfern befand sich das Ehepaar Ute und Klaus Eigenmann aus Behrendorf. Sie boten den gestrandeten Passagieren nach dem Unglück vorübergehend Unterschlupf.

Unentbehrlicher Einsatz

„Wir sind in solchen Situationen auf das Eingreifen der Zivilgesellschaft angewiesen – und diese Personen waren zur Stelle. Ihr Einsatz war weitaus größer, als man erwartet hätte. Das bedeutet uns bei der Polizei und den Menschen, denen Sie geholfen haben, sehr viel, und verdient großes Lob“, sagte Polizeidirektor Frits Kjeldsen laut Mitteilung bei der Ehrung.

Unter den Preisträgern befinden sich auch fünf Passagiere und drei sogenannte Herzläufer, die sich für medizinische Notfälle als Ersthelfende registriert haben.

Vorbildfunktion

„Vielleicht haben noch mehr Menschen außergewöhnliches Engagement gezeigt, aber wir haben diese Personen gefunden. Wir möchten uns bei allen bedanken, die sich engagiert haben. Ich hoffe, dass die Auszeichnung andere dazu motiviert, in Notfällen zu helfen“, so die ergänzenden Worte von Polizeidirektor Frits Kjeldsen.

Im Rahmen der Ehrung erhielten die Preisträgerinnen und Preisträger eine Führung durch das Gebäude der Grenzpolizeieinheit „Udlændingekontrolafdeling West“ (UKA Vest) in Pattburg (Padborg).

Bei dem Unglück am 15. August war ein Gülletransporter an einem unbeschrankten Bahnübergang mit einem Personenzug kollidiert. Der Zug entgleiste. Bei dem Zwischenfall starb eine 60-jährige Frau.