Analyse

EU-Skepsis der dänischen Bürger sinkt – außer am rechten Rand

Dominik Dose
Dominik Dose Online-Redaktion
Kopenhagen
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Die EU-Skepsis der dänischen Bürger nimmt im Allgemeinen immer weiter ab. Das zeigt eine neue Analyse. Nur bei politisch rechts orientierten Bürgern ergibt sich ein anderes Bild.

Zwei von drei dänischen Bürgern sind derzeit der Meinung, dass es gut für Dänemark ist, Mitglied der Europäischen Union (EU) zu sein. Das zeigt eine neue Analyse der Denkfabrik „Europa“. Hinter ihr steht der dänische Forscher Karsten Tingleff Vestergaard, der dazu Eurobarometer-Daten von 1973 bis 2016 untersucht hat.

„Die dänische EU-Skepsis ist in den vergangenen Jahren immer weiter gesunken. Das ist vielleicht ein Zeichen dafür, dass die EU-Zusammenarbeit wirkt und eine immer größere Bedeutung bekommt. Generell kann man sagen, dass immer mehr Bürger den Eindruck haben, dass wir einen Vorteil durch unsere EU-Mitgliedschaft erhalten.“, so der Forscher zu Avisen.dk.

Seit mehr als 40 Jahren wird die Eurobarometer-Umfrage in allen EU-Ländern durchgeführt und werden die Bürger gefragt, ob sie der Meinung sind, dass die EU eine gute oder schlechte Sache sei. Gleichzeitig werden sie darum gebeten ihre eigene politische Haltung auf einer Links-Rechts-Skala anzugeben.

Von einem linken zu einem rechten Phänomen

Die negative Haltung gegenüber der EU habe sich in den vergangenen Jahren von einem linken zu einem rechten Phänomen gewandelt, sagt EU-Forscher Derek Beach von der Universität Aarhus.

Er erklärt die steigende EU-Skepsis bei den rechtsorientierten Bürgern mit einer Mischung aus der Sorge über den Verlust staatlicher Souveränität und Identität sowie der Angst vor Einwanderern. „Viele Bürger vom rechten Flügel sind der Meinung, dass die EU in die dänische Souveränität eingreift und gleichzeitig unerwünschte Menschen ins Land kommen“, so Beach.

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