Deutsche Minderheit

Der Sozialdienst Buhrkall kann aus dem Vollen schöpfen

Ältere Menschen sitzen dicht gedrängt an Tischen in einem Gemeindehaus und unterhalten sich beim Essen.
32 Mitglieder nahmen an der Jahreshauptversammlung des Sozialdienstes Buhrkall teil, bei der es Suppe gab.

Fünf Vorstandsmitglieder sollten es sein, neun sind es aktuell: Der Sozialdienst Buhrkall geht gegen den Trend und kann sich über die Bereitschaft freuen, sich ehrenamtlich für den Verein einzusetzen. Der erfreuliche Umstand sorgte auf der Generalversammlung für eine Satzungsänderung.

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Zusammenfassung

  • Der Sozialdienst Buhrkall hat eine uneingeschränkte Anzahl von Vorstandsmitgliedern beschlossen.
  • In den Vorstand dazugestoßen ist Frauke Lorenzen. Dem Gremium gehören mittlerweile neun Personen an.
  • Auf der Generalversammlung berichtete Stephan Laukamp eindrucksvoll über sein Leben mit Querschnittslähmung.

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Auf der Generalversammlung des Sozialdienstes Buhrkall  (Burkal) ist Frauke Lorenzen in den Vorstand gewählt worden. Sie löste nicht etwa jemanden ab oder übernahm einen vakanten Posten. Frauke Lorenzen erweitert den Vorstand.

„Einschließlich Familienberaterin und Stellvertretende sind wir jetzt neun“, berichtet Margit Hinrichsen, stellvertretende Vorsitzende des Buhrkaller Sozialdienstes mit aktuell 316 Mitgliedern.

Erweiterten Vorstand legitimiert

Laut Satzung besteht der Vorstand aus fünf Personen. „Mit einer Satzungsänderung ist nun präzisiert worden, dass es mehr sein können“, so Hinrichsen zu dem formellen Beschluss auf der Versammlung im Gemeindehaus in Bülderup-Bau (Bylderup-Bov). 32 Mitglieder nahmen daran teil.

Der Sozialdienst schwimmt quasi gegen den Strom, denn in so manch anderen Vereinen wird die Zahl von Vorstandsmitgliedern eher herabgesetzt, weil nicht ausreichend Personen gefunden werden können.

„Das ist bei uns zum Glück nicht der Fall“, so Hinrichsen.

Vorsitzender Dieter Johannsen nutzte die Gelegenheit, seinen obligatorischen Tätigkeitsbericht in einen kleinen historischen Exkurs umzuwandeln. „Er ging auf die Geschichte des Sozialdienstes ein, der hier ja mal Krankenpflegeverein hieß. Die Mitglieder hörten interessiert zu“, erwähnt die stellvertretende Vorsitzende. 

Gespannt lauschten die Versammlungsteilnehmenden auch den Erzählungen des Tingleffers Stephan Laukamp, der vor 16 Jahren einen schweren Verkehrsunfall hatte und seitdem querschnittsgelähmt ist. 

Mann im Rollstuhl spricht vor sitzendem Publikum in einem Gemeindesaal.
Stephan Laukamp aus Tingleff erzählte über sich und sein Leben mit Querschnittslähmung.

Leistungssport trotz Behinderung 

Der 44-Jährige berichtete auf Einladung des Sozialdienstes vom Unfall, von der Zeit danach und vom Leben im Rollstuhl. Auch über seinen Sport erzählte der Tingleffer. Laukamp fing vor einigen Jahren mit dem Handbikefahren an und schaffte es ins dänische Nationalteam.

„Er erzählte ganz offen über sich und die Folgen des Unfalls. Es ist bewundernswert, mit welcher positiven Einstellung er sein Leben meistert. Wir hörten ihm gern zu“, bilanziert Margit Hinrichsen.