Handball

SG Flensburg-Handewitt: So sieht der Weg zum Final Four nach Hamburg aus

Aufsteigende Formkurve bei Marko Grgic.

Nach der Niederlage in Montpellier hat die SG Flensburg-Handewitt Planungssicherheit in der European League. Als Gruppenzweiter geht es in den Playoffs gegen Skanderborg-Aarhus, Elverum oder Porto. 

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Zusammenfassung

  • Die SG Flensburg-Handewitt verliert in Montpellier 32:35 und verpasst vorzeitig den Gruppensieg.
  • Trotz Niederlage gibt es positive Aspekte wie Schonung angeschlagener Spieler und starke Leistung von Marko Grgic.
  • Als Gruppenzweiter trifft die SG in den Playoffs auf Skanderborg-Aarhus, Elverum oder Porto, danach wartet im Viertelfinale Hannover-Burgdorf.

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Montpellier, Paris, Hamburg, Flensburg: So lauteten die Etappenziele der SG Flensburg-Handewitt auf ihrer Rückreise am Mittwoch vom European-League-Spiel beim französischen Topclub, in dem der Handball-Bundesligist mit 32:35 das Nachsehen gehabt hatte.

Die verdiente Niederlage, verbunden mit dem vorzeitigen Verpassen des Gruppensieges und des Einzugs ins Viertelfinale, drückte natürlich auf die Stimmung der Flensburger Reisegruppe. Besonders die eigene Leistung im letzten Drittel der ersten Halbzeit und die in der Mitte der zweiten sorgte nicht gerade für gute Laune beim Titelverteidiger. 

„Wir waren nicht gut genug für einen Sieg. Aber ich bin zufrieden mit den Jungs, sie haben alles gegeben“, bilanzierte Trainer Ales Pajovic und ließ bei seiner Beurteilung die nicht optimalen personellen Ressourcen einfließen.

Marko Grgic beweist ansteigende Form

32:35 – die Neuauflage des letztjährigen Finals verloren. Kein Wunschergebnis, aber auch kein Beinbruch. Denn unter dem Strich standen nicht nur negative Dinge. 

Wichtig war, dass der direkte Vergleich mit den Franzosen knapp gewonnen wurde. Dass die angeschlagenen Simon Pytlick, Kevin Möller und Emil Jakobsen eine Verschnaufpause bekamen. Dass die „Jugend-forscht-Gruppe“ um Onno Buschmann, Catalin Haidu und Jonas Rithaphorn (erzielte das wichtige 31:35/58.) trotz keiner oder minimaler Spielanteile internationale Profiluft schnuppern konnte.

Und dass Marko Grgic (neun Tore) ansteigende Form beweisen und Selbstvertrauen tanken konnte.

Dennoch musste die SG (6:4 Punkte) dem THW Kiel (10:0) zum vorzeitigen Gruppensieg gratulieren. Wodurch das Duell der beiden Erzrivalen im finalen Gruppenspiel am kommenden Dienstag (20.45 Uhr, Wunderino Arena) zu einer Partie von geringem sportlichen Wert avanciert ist. 

Auf die Tabelle wird das Derby null Einfluss haben, wohl aber auf den nur vier Tage später an selber Stelle angesetzten Nordklassiker (Sbd. 20 Uhr) in der Bundesliga.

Angesichts dieser Konstellation haben die Flensburger nun größtenteils Planungssicherheit, was ihren weiteren Weg Richtung Final Four in Hamburg (30./31. Mai) betrifft. 

Planungssicherheit für die SG

Als Zweiter der Gruppe 1 treffen sie in den Playoffs am 31. März (auswärts) und 7. April (daheim) auf den Dritten der Gruppe 2. Mögliche Gegner sind Skanderborg-Aarhus (Dänemark), Elverum HB (Norwegen) und FC Porto (Portugal), die vor dem letzten Spieltag allesamt 6:4 Punkte aufweisen. Dabei treffen Skanderborg (mit dem ehemaligen SG-Rechtsaußen Johan Hansen) zu Hause auf Porto und Elverum auswärts auf Granollers (Spanien).

Im Viertelfinale würde Hannover-Burgdorf warten

Sollte die SG dieses Achtelfinale erfolgreich bestreiten, steht bereits fest, mit wem sie es im Viertelfinale zu tun bekommt: Am 28. April (daheim) und 5. Mai (auswärts) würde der Rivale um das Hamburg-Ticket TSV Hannover-Burgdorf heißen. Eine verhältnismäßig kurze Reise und ein vermeintlich schlagbarer Gegner.