Fussball

Sønderjyske profitiert auch wirtschaftlich vom sportlichen Erfolg

Die Sønderjyske-Fußballer stehen zum ersten Mal seit 2017 wieder in der Meisterschafts-Endrunde.

Der Einzug in die Meisterschafts-Endrunde sorgt für höhere Einnahmen. Für Sønderjyske-Direktor Markus Kristoffer Hansen sind aber in erster Linie die Nebeneffekte von großer Bedeutung.

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Zusammenfassung

  • Sønderjyske profitiert sportlich und wirtschaftlich vom Einzug in die Meisterschafts-Endrunde.
  • Der Klub erhält deutlich höhere Fernsehgelder, bleibt aber im Ligavergleich am unteren Ende der Einnahmetabelle.
  • Direktor Markus Kristoffer Hansen betont vor allem Nebeneffekte wie mehr Zuschauer, Sponsoren und attraktivere Transfers.

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Träumen ist erlaubt, aber noch ist es zu früh, um von einer Medaille und von der dritten Europapokal-Teilnahme der Vereinsgeschichte zu sprechen. Die Sønderjyske-Fußballer wollen am letzten Spieltag der regulären Saison, am Sonntag ab 17 Uhr, zu Hause gegen OB Punkte sammeln, um in der Meisterschafts-Endrunde oben angreifen zu können.

Es steht aber auch viel Geld auf dem Spiel, denn es ist wieder Zahltag. Nach dem 22. Spieltag wird der zweite Teil der Fernsehgelder ausgeschüttet. Rund 100 Millionen Kronen werden auf die 12 Superliga-Vereine verteilt nach einem eigentlich geheimen Verteilerschlüssel. Die Zahlen sind aber nicht mehr so geheim.

Sønderjyske an vorletzter Stelle

Und es ist auch kein Geheimnis, dass Sønderjyske in der laufenden Saison eine weitaus höhere Millionensumme einnehmen wird, als man vor Saisonbeginn veranschlagt und in der vergangenen Spielzeit eingenommen hatte. 

15,71 Millionen Kronen sprangen in der Saison 2024/25 für Sønderjyske an Fernsehgeldern heraus, schreibt Troels Bager Thøgersen, ehemaliger „Tipsbladet“-Chefredakteur, mittlerweile bei „campo.dk“ und seit Jahren in Geldsachen ein führender dänischer Sportjournalist.

Nur Vejle (15,52 Millionen) kassierte weniger als Sønderjyske, und der Rückstand auf die führenden Klubs, FC København (41,98), FC Midtjylland (41,12) und Brøndby IF (33,0), ist groß.

Schlechte Platzierungen wurden teuer

Die Sønderjyske-Einnahmen verteilen sich wie folgt: Aus dem „Solidaritäts-Topf“ gehen jeweils 5,35 Millionen Kronen an alle 12 Klubs. Aus dem „TV-Topf“ kommen 6,18 Millionen und aus dem „Platzierungs-Topf“ 2,18 Millionen, nachdem Sønderjyske an den Zahltagen der Vorsaison auf den Plätzen 11, 11 bzw. 9 stand. Hinzu kamen übrige Einnahmen von 2 Millionen (Pokal usw.).

Die Rechteinhaber „Viaplay“ und „TV2“ suchen sich an jedem Spieltag die attraktivsten Spiele aus und entscheiden somit über die Verteilung der Gelder aus dem „TV2“-Topf. Die erste Wahl bringt pro Klub 600.000 Kronen ein, bei der zweiten Wahl ist es ungefähr die Hälfte und bei der sechsten Wahl nur rund 40.000 Kronen.

Und bei Gegnern wie AGF, FC Midtjylland, Brøndby und vielleicht auch dem FCK wird Sønderjyske weitaus öfter in der besseren Hälfte zu finden sein, wenn die Rechteinhaber die Spiele verteilen, als bei einer Teilnahme an der Abstiegsrunde. Hinzu kommen die höheren Summen aus dem Platzierungstopf, die in der Meisterschafts-Endrunde abfallen.

Und in den Top 6 sind die Sprünge zwischen den Plätzen weitaus größer als in der Abstiegsrunde. Eine hohe sechsstellige Summe beträgt der Unterschied von Platz zu Platz – es ist also keineswegs egal, ob Sønderjyske nach dem OB-Spiel auf Rang drei, vier oder fünf steht.

Nebeneffekte am wichtigsten

„Die Fernsehgelder haben für uns ganz klar eine große Bedeutung“, sagt Sønderjyske-Direktor und Miteigentümer Markus Kristoffer Hansen zum „Nordschleswiger“, ohne auf Details eingehen zu wollen.

Geschätzt macht der Unterschied zwischen Top 6 und Abstiegsrunde mindestens fünf Millionen Kronen aus.

„Für uns sind die Nebeneffekte am wichtigsten. Die Endrunden-Teilnahme färbt positiv auf Zuschauer-Einnahmen, Sponsoren, TV-Wahl und auch auf den Wert unserer Spieler ab. Gleichzeitig sind wir in der Lage, neue Spieler von einem höheren Regal anzulocken“, meint Markus Kristoffer Hansen.