Eishockey

SønderjyskE peilt mit jungem Team die Top 4 an

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Der Schwede Gustav Nielsen wird auch zum SønderjyskE-Kader der kommenden Saison gehören.

Nach turbulenten Monaten mit blutroten Zahlen und Eigentümerwechsel muss der Gürtel enger geschnallt werden. SønderjyskE hat seine Mannschaft umgekrempelt – die Ziele haben sich aber nicht geändert.

Ruhig war es in der abgelaufenen Saison beim dänischen Eishockey-Meister von 2024 nur selten. SønderjyskE kam aus den Schlagzeilen gar nicht heraus.

Ein geklautes Pokalfinale, ein mit Stresssymptomen krankgeschriebener Cheftrainer, ein existenzbedrohendes Defizit, eine Trennung von Sønderjysk Elitesport, neue Eigentümer und neue Führungskräfte sowie eine sportliche Enttäuschung mit Platz sieben und einem frühen Aus im Playoff-Viertelfinale waren Hauptpunkte.

Sportchef muss Top-4-Team bauen

SønderjyskE ist mit der Sanierung noch nicht ganz am Ziel und muss in der kommenden Saison den Gürtel enger schnallen – die Ziele haben sich aber nicht geändert.

„Ich habe den Auftrag, eine Top-4-Mannschaft zusammenzustellen“, sagt Klaus Rasmussen zum „Nordschleswiger“.

Der 58-Jährige hatte im vergangenen Jahr den Posten als Direktor von Sønderjysk Elitesport abgegeben und wird zum 1. Juli auch den Posten als Direktor von SønderjyskE Ishockey an Mogens Tryk Kastbjerg niederlegen. Fortan ist er ausschließlich Sportchef.

„Unser Ziel lautet Top 4. Eigentlich müsste sie Top 5 heißen, weil sich eine Handvoll Klubs ungefähr auf dem gleichen Niveau befinden, aber die Vorteile befinden sich in den Top 4. Deswegen peilen wir die Top 4 an“, so Rasmussen.

Rasmussen fordert Geduld

SønderjyskE wäre gerne wieder beim Pokal-Final-Four dabei. Die vier Teilnehmer werden nach den ersten 16 Spieltagen ermittelt, doch der Sportchef fordert Geduld.

„Wir dürfen nicht in Panik verfallen, wenn es nicht gleich von Saisonbeginn an rund läuft. Wir müssen eine neue Mannschaft einspielen, die im Laufe der Saison wachsen wird“, meint Rasmussen: „Wir haben eine gute, junge und homogene Gruppe. Ich freue mich, dass wir junge Talente wie Albert Schioldan und Victor Schmidt Nielsen holen konnten, und freue mich auch auf Christian Thunbo, ein echtes Arbeitstier“, sagt Klaus Rasmussen, der angekündigt hat, mit sieben Ausländern in die neue Saison gehen zu wollen.

Es könnten aber auch acht werden, wenn es dem Finnen Otto Kröger, der in der zweiten Mannschaft (Vojens IK) gespielt hat, nicht gelingen sollte, die dänische Staatsbürgerschaft zu bekommen.

Ein ausländischer Stürmer fehlt noch

Torwart Mattias Pettersson ist noch nicht offiziell vorgestellt worden, wird aber dazugehören, ebenso wie Oskar Drugge, Gustav Nielsen, Joseph Jonsson sowie die Neuzugänge Angelo Miceli und Matthew Kopperud. Es fehlt zu Saisonbeginn noch ein ausländischer Stürmer.

Von den einheimischen Spielern haben Nikolaj Krag-Christensen, Jacob Schmidt-Svejstrup, Oscar Schulze, Rasmus Lyø, Mathias Borring Hansen, Mathias Kløve Mogensen, Oliver Nielsen, Elias Borup, Peter B. Truelsen und Jonas Borring Hansen sowie die Neuzugänge Thomas Lillie, Victor Schmidt Nielsen, Albert Schioldan und Christian Thunbo Verträge für die kommende Saison.

Den Klub verlassen haben David Madsen, Valdemar Ahlberg, William Boysen, Daniel Kønig Hansen, Tobias Vilykke, Alexander Wiklund, William Pelletier, Gabriel Desjardins, Jacob Panetta und Cameron Brown.