Deutsche Minderheit

Einweihung: Das sagen die Eltern zum neuen Kindergarten

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Schülerinnen und Schüler der benachbarten Förde-Schule brachten als Geschenke Krabbenangeln mit. Die Mädchen und Jungen des Kindergartens haben es nach dem Umzug aus Rinkenis nur 200 Meter bis zur Förde.

Die Kinder sind schon seit Jahresbeginn eingezogen. Jetzt durften die Erwachsenen den neuen deutschen Kindergarten in Gravenstein einweihen. Warum die Eltern begeistert sind.

Seit Beginn des Jahres tummeln sich die Kinder im neuen Kindergarten in Gravenstein. Jetzt wurde die neueste Institution der deutschen Minderheit in Nordschleswig offiziell eingeweiht. Dabei waren auch die Eltern, die sich durchweg zufrieden mit dem Umzug zeigten.

„Für den Kleinen war es am Anfang noch etwas schwierig, aber nach einer Woche hatte er sich daran gewöhnt“, erzählt Alex Braune-Imhof, Vater von Oskar und August. „Die neuen Innenräume sind toll und das Innenklima ist deutlich besser als zuvor.“

Alex Braune-Imhof hebt dabei vor allem die Ventilation und die Fußbodenheizung in der Krippe hervor.

Viel Platz im neuen Kindergarten

Urte und Alex Braune-Imhof waren mit ihren beiden Söhnen Oskar und August bei der Einweihung des neuen Kindergartens.

Auch Anne Schulz, Mutter von Kindergartenkind Hanno, beschreibt den Wechsel aus Rinkenis (Rinkenæs) nach Gravenstein als sehr gut.

„Es ist hier wunderbar hell, freundlich und modern, und das Platzangebot hat sich vervielfacht. Das ist schon toll“, sagt Anne Schulz.

Das Außengelände kann sich allerdings (noch nicht) mit dem alten Kindergarten messen. „Dort hatten die Kinder einen eigenen Wald, der nicht mitziehen konnte.“ Dafür sei jetzt die Förde etwas näher – praktisch einmal über die Straße.

Ein glatter Übergang

Anne Schulz mit ihrem Hanno im neuen Kindergarten.

Malene Gram Lassen hat ihre beiden Kinder Arthur und Agnes dabei – sie sind beide im Kindergarten.

Der Übergang sei glattgelaufen, so die Mutter. Die Kinder und das Personal seien ja dieselben gewesen.

„Hier ist alles sehr groß und die Kinder haben viel Platz. Das mögen die Kinder“, sagte Malene Gram Lassen.

Was sonst noch gesagt wurde

Die Räumlichkeiten gefallen Agnes und Arthur, erzählt Mutter Malene – und der Kuchen zur Einweihung sowieso.

Marco Seefeldt, Gesamtleiter der deutschen Kindergärten in Sonderburg, berichtete bei der Einweihung am Freitag vom Umzug und bedankte sich bei den Eltern, die mitgeholfen haben.

Der neue Nachbar, Niels Westergaard, Schulleiter der Förde-Schule Gravenstein, freut sich auf die Zusammenarbeit. Er und einige Schulkinder hatten Krabbenangeln für den Kindergarten mit. Die Förde liegt einmal über der Straße hinweg nur einige hundert Meter entfernt.

Der Hauptvorsitzende des Deutschen Schul- und Sprachvereins für Nordschleswig (DSSV) – Dachverband für die deutschen Schulen und Kindergärten – Welm Friedrichsen, und die Vorsitzende der DSSV-Kindergärten, Maria Harbo, freuen sich über die Lage des Kindergartens neben der Schule. Dies ermöglicht kurze Wege für die Zusammenarbeit sowie die gemeinsame Pflege der Traditionen.

Volles Haus im neuen deutschen Kindergarten in Gravenstein – bei der Einweihung durften auch die Erwachsenen in die neueste Institution der deutschen Minderheit.

Sonderburgs Bürgermeister Erik Lauritzen betonte die Wichtigkeit guter Rahmenbedingungen für alle Kinder und hob ebenfalls die Bedeutung des Zusammenhangs zwischen Kindertagesstätte und Schule hervor.

Uwe Jessen, Generalsekretär des Bundes Deutscher Nordschleswiger, hob hervor, dass die Kindergärten besonders wichtig für die Minderheit seien, da sie oft den ersten Kontakt zur Minderheit darstellten. Es ist nach Broacker (Broager) und Lügumkloster (Løgumkloster) der dritte Neubau eines Kindergartens innerhalb der vergangenen 6 bis 7 Jahre. Dies sei nur durch die großzügige Mitfinanzierung durch die Bundesrepublik Deutschland möglich.

Für Klein und Groß gab es am Freitag Kuchen im Kindergarten Gravenstein.

Hier geht es zum aktuellen Video aus dem neuen Kindergarten: