Kultur

Nach dem Dach bekommt der alte Hangar neue Fenster

Nach dem Dach bekommt der alte Hangar neue Fenster

Nach dem Dach bekommt der alte Hangar neue Fenster

Tondern/Tønder
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Einige der neuen Fenster sitzen schon. Foto: Brigitta Lassen

Vom gesparten Geld kann die Instandsetzung der alten Flugzeughalle des Zeppelinhafens fortgesetzt werden. Jacob Lorenzen, Seth, schmiedete neue Fenster.

Zumindest im kommenden Jahr wird die Kommune Tondern nicht das Portemonnaie für das Garnisons- und Zeppelinmuseum zücken. Die erforderlichen 4,2 Millionen Kronen aufzutun, die sich das Zeppelin- und Garnisonsmuseum für den Umzug in das frühere Gaswerk/Exerzierhof wünschte, war den Politikern zu teuer (Der Nordschleswiger berichtete).

Während es für das kleine Museum zunächst „Sendepause“ heißt, gibt es für das Projekt „Zeppelin Tønder“ in den kommenden vier Jahren jeweils zwei Millionen Kronen. Die Planungen gehen mit kleiner Verspätung unvermindert weiter. Zum Mai hätte der Geschäftsplan fertig sein sollen, wenn im Flugzeughangar im Beisein von Prinzessin Benedikte das Theaterstück „Sammen“ zur Wiedereingliederung des Landesteils in Dänemark aufgeführt werden sollte. Das Corona-Virus machte auch diesen Plan zunichte.

Riesiges Besucherpotenzial

„Dieses Museum und Erlebniszentrum hat ein riesiges Besucherpotenzial. Das hat eine von Profis durchgeführte Analyse gezeigt. Wir meinen, dass es genauso viel Interesse bei Nordjüten wie bei Schleswig-Holsteinern finden sollte. Im Vergleich zum Tirpitz-Museum wären wir mit den vielen Touristen in unserer Kommune und dem Einwohnerpotenzial in Schleswig-Holstein mit einer Anfahrtszeit von etwa eineinhalb Stunden bessergestellt“, erklärt SP-Stadtratsmitglied Jørgen Popp Petersen, Vorsitzender des politischen Lenkungsausschusses für das Großprojekt „Zeppelin Tønder“.

Während am Schreibtisch geplant wird, finden im historischen Flugzeughangar des einstigen Zeppelinhafens weitere Instandsetzungsarbeiten statt. 2018 konnten eine neue Holzfassade und ein neues Dach für das sonst vom Zerfall bedrohte Gebäude dank einer Zuwendung aus dem Staatshaushalt in Höhe von drei Millionen Kronen gelegt werden. Von dem übrig gebliebenen Geld werden jetzt weitere Arbeiten vorgenommen, erläutert Popp Petersen.

2018 bekam die Flugzeughalle ein neues Dach. Foto: Monika Thomsen

„Wir haben die Aufgaben nach Dringlichkeit genau priorisiert“, unterstreicht er. So wurde eine Dränage auf der Nordseite zum Wald gelegt. Die Mauer soll wie der Giebel gen Osten instandgesetzt werden. Auch neue Fenster standen bei uns ganz oben. Jacob Lorenzen aus Seth/Sæd hat originalgetreue Kopien der verrosteten Fenster geschmiedet. Die vielen Glasscheiben werden von einem Glaser der Firma Mesta Glas eingesetzt.

Am Ostgiebel ist nach einem Durchbruch eine große Fensterpartie geschaffen worden. So habe der Hangar auch früher ausgesehen. „Es war uns ein Anliegen, dass neugierige Besucher einen Blick ins Hangar-Innere werfen können“, erzählt der Vorsitzende des Lenkungsausschusses.

Durch die neuen Fenstern luschern. Foto: Brigitta Lassen
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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
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