Deutsche Kindergärten

Gesamtleiterin: „Es wird jetzt etwas kritisch“

Gesamtleiterin: „Es wird jetzt etwas kritisch“

Gesamtleiterin: „Es wird jetzt etwas kritisch“

Monika Thomsen
Monika Thomsen
Tondern/Tønder
Zuletzt aktualisiert um:
Coronabedingt fehlen derzeit Hände im Kindergarten in Tondern. Foto: Monika Thomsen

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In den deutschen Kindergärten in Tondern und Lügumkloster haben sich viele Mitarbeiterinnen mit dem Coronavirus infiziert. Ute Zander hofft, dass sich die Lage bald bessert.

Die Corona-Restriktionen sind seit einer Woche in Dänemark weggefallen. Indes nimmt das Covid-19-Infektionsgeschehen in der Kommune Tondern Fahrt auf.

Eine Entwicklung, die sich auch unter anderem unter der Mitarbeiterschaft der Deutschen Kindertagesstätten und Clubs in der Kommune Tondern (DKCT) widerspiegelt.

„Es wird jetzt ein bisschen kritisch, und es geht an die Grenzen, da im Kindergarten in Tondern und Lügumkloster viel Personal an Corona erkrankt ist. Ich habe heute das erste Mal an die Eltern rausmelden müssen, ob sie die Möglichkeit haben, ihre Kinder zu Hause zu betreuen“, berichtet die Gesamtleiterin Ute Zander, Jeising (Jejsing).

Ansteckung breitet sich aus

Die Hälfte der etwa 33-köpfigen Belegschaft hat sich derzeit mit Corona infiziert. Auch die Vikare sind betroffen.

Unter das Dach des DKCTs gehören die Kindergärten und die Clubs in Tondern und Lügumkloster (Løgumkloster) sowie der Kindergarten in Jeising mit insgesamt 180 Mädchen und Jungen. Die Kindergarten- und Clubkinder halten sich dabei ungefähr mit jeweils 90 die Waage.

Im Club in Tondern sind die Kinder mit der Corona-Infektion jetzt durch, nun haben wir aber das Problem, dass die Clubmitarbeiter krank sind.

Ute Zander, Gesamtleiterin

„Wenn wir diese Woche geschafft haben, fehlen nur wenige Mitarbeiterinnen, die nicht Corona gehabt haben. Ich bin aber etwas besorgt, sollten sich die letzten zwei bis drei Mitarbeiterinnen auch noch anstecken“, so Ute Zander.

„Ich springe auch ein“, berichtet sie telefonisch, während sie nach einem Einsatz in Tondern unterwegs nach Lügumkloster zur Nachmittagsschicht ist.

Gewöhnlich steht die Betreuung nicht auf ihrem Plan. „Es macht mir aber viel Spaß“, so die Gesamtleiterin, die ihre Corona-Infektion in der vergangenen Woche hinter sich gebracht hat.

Ute Zander hofft, dass sich die Situation bald entspannt (Archivfoto). Foto: Ute Zander

Erst die Clubkinder, dann das Personal

Beim DKCT rotieren die Beschäftigten schon mal zwischen den verschiedenen Abteilungen, und nun wird auch ausgeholfen, wo Not am Mann ist.

„Im Club in Tondern sind die Kinder mit der Corona-Infektion jetzt durch, nun haben wir aber das Problem, dass die Clubmitarbeiter krank sind“, so Ute Zander.

„Kannst du länger bleiben? Kannst du früher kommen?“, sind Fragen, die Ute Zander den Mitarbeitenden zurzeit ständig stellt.

Licht am Ende des Tunnels

„Obgleich sich die Lage – wie ich leider sagen muss – etwas zugespitzt hat, machen es alle richtig gut. Das gilt auch für die Eltern. Ich habe das Gefühl, es geht mit Corona dem Ende zu, wenn wir diese Woche überstanden haben und danach dann die Winterferien kommen“, ist Ute Zander zuversichtlich.

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Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Das Gute und das Böse“