Politik

SP hüllt sich in Schweigen – Popp weiterhin Bürgermeisterkandidat

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Christian Andresen hat bis Sonntag keinen Kommentar (Archivfoto).

Der Geschäftsausschuss der Schleswigschen Partei hat sich am Freitagvormittag zu einer Krisensitzung getroffen. Am Morgen hatte „TV2“ berichtet, dass Bürgermeister Jørgen Popp Petersen achtmal von der Nahrungsmittelbehörde angezeigt worden ist. Die Partei möchte sich erst nach einem Gespräch mit ihm am Sonntag zu den Vorfällen äußern.

Der Vorsitzende der Schleswigschen Partei (SP) in Tondern, Christian Andresen, ist am Telefon ausgesprochen kurz angebunden.

„Wir haben vereinbart, dass wir zum jetzigen Zeitpunkt keinen Kommentar abgeben“, sagt er.

Der Geschäftsausschuss der Schleswigschen Partei hat sich am Freitagvormittag in Apenrade (Aabenraa) zu einer Krisensitzung getroffen. Zuvor hatte „TV2“ berichtet, dass die Nahrungsmittelbehörde (Fødevarestyrelsen) Popp Petersen achtmal im Zeitraum zwischen 2019 und 2024 angezeigt hat. Sie hatte festgestellt, dass Schweine in seinem Stall grob vernachlässigt worden sind.

Pressemitteilung am Sonntag

„Der Geschäftsausschuss wird sich am Sonntag mit Jørgen Popp Petersen treffen und danach verschicken wir eine Pressemitteilung. Bis dann haben wir keine weiteren Kommentare“, so Andresen.

Auf die Frage, ob Popp Petersen weiterhin Bürgermeisterkandidat der Schleswigschen Partei in Tondern ist, antwortet er: „Ich habe nichts anderes gehört“.

Schweigen nach Sitzung in Apenrade

Die SP hat sich den Maulkorb erst nach der Krisensitzung in Apenrade auferlegt. Zuvor hatte Andresen sich gegenüber „JydskeVestkysten“ geäußert. Er sei bei einer Sitzung am Donnerstagabend darüber informiert worden, dass „TV2“ über die Anzeigen berichten würde.

„Er ist ja nicht bezichtigt. Jeder kann schließlich andere Personen anzeigen. Daher kann ich mit den Anschuldigungen nicht so viel anfangen. Aber natürlich wirft es ein schlechtes Licht auf ihn, das muss man akzeptieren. Doch ich habe volles Vertrauen, dass er als Mensch derselbe ist wie früher“, sagte Andresen zu „JydskeVestkysten“.

Jørgen Popp Petersen sagt zu „DR Syd“ die Anzeigen gegen ihn seien kein Geheimnis gewesen. Er habe auch die SP davon in Kenntnis gesetzt.