Deutsche Minderheit

Fünf Millionen Kronen für Museum der Minderheit

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
Apenrade/Aabenraa
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Die Westseite des Museums, mit dem Neubau links neben dem Altbau. Foto: Tegnestuen Mejeriet

Die deutsche Minderheit erhält Gelder vom dänischen Folketing für die Modernisierung des Deutschen Museums in Sonderburg.

Freude bei der deutschen Minderheit in Nordschleswig: Das Folketing hat fünf Millionen Kronen für den Aus- und Umbau des Deutschen Museums in Sonderburg bewilligt.

Was bisher nur als Projekt auf dem Papier bestand, wird nun in den kommenden zwei Jahren wie geplant umgesetzt. Das berichtet Hinrich Jürgensen, Hauptvorsitzender des Bundes Deutscher Nordschleswiger (BDN), der sich im Namen der gesamten Minderheit freue, dass die Kulturministerin und das Folketing beschlossen haben, das Deutsche Museum für Nordschleswig zu unterstützen, wie er kurz nach dem Erhalt der Nachricht erklärte.

Geplant ist ein umfassenden Neu- und Umbau für insgesamt 26,4 Millionen Kronen. Im Haushalt der Bundesregierung sind in den kommenden zwei Jahren insgesamt eine Million Euro eingeplant. Darüber hinaus hat die deutsche Minderheit Anträge bei Stiftungen liegen.

Hinrich Jürgensen

„Sinnbild des Minderheitenmodells im deutsch-dänischen Grenzland“

„Mit dem von deutscher und dänischer Seite kommenden Geld, die den Beginn des Bauprojekts bilden, können wir auch an andere Türen klopfen und um Unterstützung bitten”, sagt der BDN-Vorsitzende und fährt fort: „Die Unterstützung aus Dänemark und die versprochenen Gelder von deutscher Seite sind ein Sinnbild des Minderheitenmodells im deutsch-dänischen Grenzland.“ Zusätzlich hat der BDN auch Mittel beim Land Schleswig-Holstein beantragt.

„Das Projekt geht nun in seine nächste Phase“, sagt Jürgensen nach der Nachricht aus dem Folketing. Die nächste Phase der Museumsrenovierung und des Neubaus sieht nun unter anderem vor, Angebote von Unternehmen einzuholen.

Die Gesamtkosten für den Um- und Neubau werden vom beauftragten Planungsbüro „Tegnestuen Mejeriet“ auf 14,7 Millionen Kronen (ohne Mehrwertsteuer) veranschlagt. Die Renovierung des bestehenden Gebäudes macht dabei 6,4 Millionen Kronen aus. Hinzu kommen zwischen 4 und 6 Millionen Kronen für die Entwicklung einer neuen Ausstellung, Filme usw.

Die laufenden Betriebskosten sollen durch Zuschüsse vonseiten des Bundes Deutscher Nordschleswiger, Eintritte, Einnahmen durch verschiedenen Veranstaltungen sowie Sponsorengeld finanziert werden. Insgesamt werden mit Kosten in Höhe von 26,4 Millionen Kronen gerechnet.

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