Natur und Umwelt

GPS-Sender für vier Storchenjungen

GPS-Sender für vier Storchenjungen

GPS-Sender für vier Storchenjungen

Schmedagger/Smedager
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Der Mini-Sender wird so auf dem Rücken des Tieres angebracht, dass dessen Bewegungsfreiheit nicht im Geringsten beeinträchtigt wird. Foto: Storkene.dk

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Ein Forscherteam möchte herausfinden, wo Meister Adebar seinen Winterurlaub verbringt, deshalb werden in diesem Jahr mehrere Jungen mit einem Sender ausgerüstet.

Vor einigen Tagen hat ein Storchenjunges aus dem Nest in Grundsølille bei Roskilde einen GPS-Sender auf den Rücken befestigt bekommen. In den nächsten Tagen sollen weitere Storchenkinder in Nordschleswig besendert werden.

Wo ist der Weißstorch im Winter? Welche Route fliegt er? Wenn er im nächsten Frühjahr nicht wieder nach Dänemark kommt, wo ist er dann? Ist er womöglich tot? – Diese und ähnliche Fragen werden dem dänischen Storchenverein storkene.dk immer wieder gestellt. Oftmals basierten die Antworten auf Vermutungen und früheren Forschungsergebnissen.

Moderne Technologie auf dem Rücken

Ein Pilotprojekt zwischen storkene.dk und der Beringungszentrale des Staatlichen Naturkundemuseums, „Statens Naturhistoriske Museum“, soll hier Abhilfe schaffen. Künftig werden die Störche nicht nur beringt, sondern mit modernster Technologie ausgestattet. „Der Nordschleswiger“ berichtete.

Insgesamt vier Storchenjungen werden mit einer sogenannten Satelliten-Telemetrie ausgerüstet. Ein Forscherteam wird dann das Projekt begleiten.

Der erste Minisender wurde völlig problemlos auf dem Rücken des Tieres befestigt. Dies wurde allerdings auch einem echten Fachmann überlassen. Dr. Michael Kaatz von der Vogelschutzwarte Loburg in Sachsen-Anhalt hat schon mehr als 500 Vögel mit solchen streichholzschachtelgroßen Minisendern versehen.

Als Nächstes ist ein Storch aus dem Nest von Schmedagger (Smedager) dran. Danach werden weitere Jungen aus den Horsten in Renz (Rens) und Brauderup (Broderup) mit dem Sender ausgerüstet.

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