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Dänen sind Europameister bei der Kartenzahlung

Dänen sind Europameister bei der Kartenzahlung

Dänen sind Europameister bei der Kartenzahlung

dodo
Kopenhagen
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Die Dänen nutzen ihre Dankort fast täglich. Foto: dpa

In allen anderen EU-Staaten zusammen wird durchschnittlich nicht so oft mit der Karte gezahlt wie in Dänemark. Das zeigt eine neue Analyse der Verbraucherbehörde. Gleichzeitig steigt die Sicherheit bei Kartenzahlungen.

Die Bürger in Dänemark sind EU-weit die Verbraucher, die am häufigsten mit der Karte zahlen. Das zeigt eine neue Analyse der Wettbewerbs- und Verbraucherbehörde, die alle zwei Jahre für das Gewerbeministerium durchgeführt wird.

„Wir Dänen nutzen unsere Bankkarten in ganz Europa. Das erfordert, dass alles reibungslos funktioniert. Im vergangenen Jahr hat sich in Sachen Technologie und Gesetzgebung im Bezahlungsbereich viel getan, was allen zugutekommt, die ihre Karte zum Bezahlen nutzen“, so der Direktor der Verbraucherbehörde, Jakob Hald, in einer Pressemitteilung.

Die meisten Bürger in Dänemark nutzen ihre Bankkarte fast täglich, durchschnittlich führt jeder laut Analyse rund 364 Transaktionen pro Jahr durch, das ist mehr als doppelt so viel wie der Durchschnitt in allen anderen EU-Staaten.

Dankort an der Spitze

Die am meisten genutzte Karte ist weiterhin die Dankort. Mit dieser führten die Dänen im vergangenen Jahr Zahlungen von über 400 Milliarden Kronen durch. Zum Vergleich: Internationale Karten wie Visa und Mastercard kamen 2019 auf Zahlungen von rund 112 Milliarden Kronen.

Aus der Analyse geht zudem noch hervor, dass trotz der großen Zahl an Transaktionen der Kartenmissbrauch und Betrügereien mit Bankkarten weiter auf einem niedrigen Niveau liegen und bei in Dänemark ausgestellten Karten sogar rückläufig sind. Als Grund werden gut funktionierende Sicherheitsmechanismen wie SMS-Bestätigungen und kontaktloses Zahlen in der Analyse genannt.

Corona-Einbruch

In diesem Jahr wird die Zahl der Transaktionen aufgrund der Corona-Pandemie und des Shutdowns allerdings weiter unter dem normalen Durchschnitt liegen. Nach Berechnungen der Danske Bank gaben die Bürger in Dänemark vom Beginn der Corona-Krise im März bis zum 18. Mai 60 bis 70 Prozent weniger Geld in Restaurants aus als im Vergleich zum Vorjahr in diesem Zeitraum.

Mit den ersten Lockerungen stieg dann allerdings auch wieder die Zahl der Transaktionen der Bürger. In den Tagen um Himmelfahrt lagen die Restaurant-Einnahmen nur noch 30 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

„Dies ist ein klares Zeichen dafür, dass an den Orten, die wieder öffnen dürfen, die Bürger auch wieder ihr Geld ausgeben“, so Louise Aggerstrøm Hansen, Ökonomin bei der Danske Bank, zur Nachrichtenagentur Ritzau.

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Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
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