AUS DER MINDERHEIT

Lehrerverein auf Ausstellungsbesuch

Menschen stehen in einem Museumsraum und betrachten ausgestellte Gemälde an violetten Wänden.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer während der Führung.

Ausstellung: Frauen waren um 1900 selten in Galerien vertreten. Eine neue Schau in Flensburg würdigt ihre Werke. Besucherinnen und Besucher erwartet eine spannende Entdeckung künstlerischer Vielfalt.

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Aus der Minderheit

Dieses ist ein Bericht aus dem Verbands- und Vereinsleben der deutschen Minderheit in Nordschleswig. Es handelt sich nicht um einen Beitrag aus der Redaktion des „Nordschleswigers”.

Am vergangenen Sonntag hatte Inge Ohlsen vom Vorstand des Lehrervereins einen Ausstellungsbesuch auf dem Museumsberg Flensburg arrangiert und konnte zu diesem Ereignis 20 Besuchende begrüßen. 

Unter sachkundiger Führung wurde durch die Ausstellung „Unterschätzt! Starke Frauen in der Künstlerkolonie Ekensund“ geführt. Einen Großteil der Bilder hatte das Museum aus Privatsammlungen erhalten. 

Mehrere Menschen stehen in einem Foyer, vorn ein Tisch mit Broschüren.
Die Gruppe aus Nordschleswig wurden unter sachkundiger Führung durch die Ausstellung geleitet.

In dieser Ausstellung ging es besonders darum, das künstlerische Wirken der Frauen aus der Region zu verdeutlichen, denn um die Jahrhundertwende zum 20. Jahrhundert und noch danach waren Frauen kaum bei Ausstellungen vertreten. 

Buntes Landschaftsgemälde mit Haus und hohen Bäumen in Museumsausstellung
„Gut mit Blutbuche“ (1915) von Emmy Gotzmann. Das Werk hat den Expressionismus schon vorweggenommen.

Einen der ersten Durchbrüche mit einer Einzelausstellung schaffte 1907 die Flensburger Künstlerin Käte Lassen, einen zweiten Emmy Gotzmann aus der Ekensunder Künstlerkolonie 1908. Ihrem Wirken und dem weiterer Künstlerinnen wurde mit der jetzigen Ausstellung ein „Denkmal“ gesetzt. 

Aufgeschlagenes Buch mit altem Porträt links und Kunsttext mit Bildern rechts auf Holztisch
Das Buch zur Ausstellung enthält unter anderem Biografie und Arbeiten der Künstlerin Emmy Gotzmann.

Insgesamt sind viele beachtenswerte Ölbilder, Aquarelle und Skizzen zu sehen. Eine witzige Skizze im Postkartenformat aus dem Jahr 1903 zeigt etwa „Eine Landpartie bei Ekensund“ mit Anton Nissen (Vater von A. G. Nissen), Emmy Gotzmann, Otto Feld und Sophus Hansen; Zeichner Otto H. Engel, also noch Männerdominanz.