Grönland

Inlandeis schmilzt sechsmal schneller als 1980

Inlandeis schmilzt sechsmal schneller als 1980

Inlandeis schmilzt sechsmal schneller als 1980

Kopenhagen
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Fjorde, Gletscher und Inlandseis auf Grönland. Foto: Sven Halling/Ritzau Scanpix

Ein internationales Forschungsprojekt kommt zu dem Schluss, dass alleine das geschmolzene grönländische Eis zu einem deutlichen Meeresspiegelanstieg geführt hat. „Erschreckend“, sagt der französische Glaziologe Eric Rignot.

Das Inlandeis auf Grönland ist 2018 fast sechsmal so schnell geschmolzen wie in den frühen 1980ern. Zu diesem Schluss kommt ein internationales Forschungsprojekt, das die Menge des Eises berechnet hat, das seit 1972 auf Grönland geschmolzen ist. In jenem Jahr begannen die ersten Landsat-Satelliten damit, Aufnahmen des dänischen Territoriums zu machen.

Am Montag wurde das Projekt im Wissenschaftsmagazin PNAS veröffentlicht. Die Forscher, unter anderem von der Kopenhagener Universität, meinen nachweisen zu können, dass alleine das auf Grönland geschmolzene Eis dazu beigetragen hat, dass die Weltmeere um 13,7 Millimeter gestiegen sind.

„Es ist erschreckend“

„Wenn man sich die Entwicklung über mehrere Jahrzehnte ansieht, sollte man sich am besten hinsetzen, bevor man die Ergebnisse untersucht. Es ist erschreckend, wie schnell es sich verändert“, sagt der französische Glaziologe Eric Rignot, der an dem Bericht mitgearbeitet hat, zur Nachrichtenagentur AFP.

Das internationale Forscherteam aus den USA, Frankreich, den Niederlanden und Dänemark hat durch die fortschrittlichen Satellitenmessungen die Eismassen der 1970er und 1980er simulieren können – hier waren die Daten bisher mangelhaft.

Andere Forschungsprojekte sind zu ähnlichen Ergebnissen gekommen. Es besteht wissenschaftlicher Konsens, dass die menschengemachte Klimaerwärmung zu den hohen Schmelzraten in der Arktis beitragen.

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