Schwindel mit Sozialmitteln

Gegen Britta Nielsens Töchter wird ermittelt

cvt/Ritzau
Kopenhagen
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Britta Nielsen vor Gericht in Johannesburg. Foto: Phill Magakoe/Ritzau Scanpix

Die beiden Töchter der unter Schwindelverdacht stehenden ehemaligen Behördenmitarbeiterin weisen den Vorwurf der schweren Hehlerei zurück, berichtet Ekstra Bladet.

Die beiden Mitangeklagten Frauen aus dem Schwindelfall in der Sozialbehörde sind Britta Nielsens Töchter. Bereits seit Oktober wird gegen sie wegen grober Hehlerei ermittelt. Erst jetzt darf allerdings öffentlich ihre Beziehung zu Britta Nielsen genannt werden, weil ein Richter laut Ekstra Bladet das Namensverbot aufgehoben hat.

Die Polizei geht davon aus, dass die Töchter das Geld, das Britta Nielsen veruntreut haben soll, mitgenutzt haben. Die beiden Töchter leugnen dies, genau wie ihr Sohn.

Die Töchter Nadia Samina Hayat und Karina Jamilla Hayat haben sich in einem Interview mit Kanal 5 erstmals öffentlich geäußert. Darin sagte Nadia Samina Hayat, dass dies nötig sei, um auch die eigene Version der Geschichte vermitteln zu können.

Seit 2007 will sie bis zu 60 Pferde für Preise bis zu 100.000 Euro gekauft haben. Das Geld sei von ihrer Mutter gekommen.

Die drei Jahre ältere Jamilla Hayat berichtet, dass sie unter anderem eine halbe Million Kronen (etwa 65.000 Euro) für den Kauf eines Autos bekommen habe. Dennoch wollen beide nichts von den mutmaßlichen kriminellen Aktivitäten der Mutter gewusst haben.

Am Sonnabend wurden Nielsen und ihr Sohn dem Untersuchungsrichter vorgeführt, nachdem sie am Freitag mit einem Flugzeug aus Südafrika nach Kopenhagen gekommen waren. Gegen beide wurde Untersuchungshaft bis zum 4. Dezember veranschlagt.

Britta Nielsen steht unter Verdacht, 111 Millionen Kronen veruntreut zu haben, während sie in der Sozialbehörde arbeitete. Unter anderem soll sie Mittel, die an besonders sozial belastete Bevölkerungsgruppen gehen sollten, an eigene Konten überwiesen haben.

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