Konfirmation 2026

Konfirmationsfeiern im Saxburger Krug: Es hat sich mit der Zeit einiges verändert

Zwei Personen sitzen lächelnd auf einem Küchentresen in einer Profiküche.
Christina Andresen und Papa Dres in der Küche des Saxburger Kruges, der seit über 100 Jahren in Familienbesitz ist.

In der langen Geschichte des Saxburger Kruges haben Konfirmationen zu den wiederkehrenden Festen gehört. Waren es in früheren Zeiten eher klassische Familienfeiern, sind aus den Konfirmationsfesten Großereignisse mit besonderen Wünschen geworden. Ein Plausch aus dem Nähkästchen mit Gastwirtin Christina Andresen und Papa Dres.

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Zusammenfassung

  • Im Saxburger Krug werden Konfirmationsfeiern weiterhin lange im Voraus gebucht, haben sich in Ablauf und Bedeutung aber gewandelt.
  • Junge Konfirmandinnen und Konfirmanden haben oft Sonderwünsche für das Essen, da sie vieles nicht mögen.
  • Aus schlichteren Familienzusammenkünften mit Kartenspiel und überschaubarem Aufwand sind feierliche Ereignisse geworden, bei denen oft besondere Fahrzeuge zum Einsatz kommen.

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Die Termine für die Konfirmationsfeiern im Saxburger Krug werden mitunter zwei Jahre, früher sogar drei Jahre im Voraus gebucht. Daran hat sich nichts geändert, erzählt Gastwirtin Christina Andresen, die den Betrieb ihrer Eltern Laila und Andreas „Dres“ Andresen vor knapp zehn Jahren übernommen hat.

Auch andere praktische Details unterscheiden sich kaum von den Konfirmationsfeiern der vergangenen Jahrzehnte. Verändert haben sich die Abläufe und vor allem Wünsche der Familien aber schon.

Christina Andresen kommt da sofort die Menüwahl in den Sinn. „Die Konfirmandinnen und Konfirmanden dürfen in der Regel ja selbst bestimmen, was es zu essen gibt. Es fällt auf, dass die jungen Leute heute sehr krüsch sind und eher Pommes, Burger und andere Schnellgerichte bevorzugen, die sie aus dem Alltag kennen. Die beste Lösung ist dann immer ein Büfett. Dann können alle das auswählen, was sie mögen“, berichtet Christina Andresen. 

Ausführliche Planungsgespräche

Bis die Menüwahlwahl unter Dach und Fach ist, kann es schon mal dauern. „Normalerweise setze ich eine halbe oder eine Dreiviertelstunde an, wenn ich für Feste das Menü und praktische Dinge abkläre. Bei Konfirmationen kann es schon mal anderthalb Stunden dauern, bis alles geregelt ist“, sagt die Krugbetreiberin.

Bestellt werden meist Mittagsbüfett mit anschließendem Kaffee und Eisdessert. „Früher wurde oft auch Abendessen mitbestellt, das ist aber nicht mehr so. Länger als bis 18 Uhr dauern die Feiern in der Regel nicht.“

450 bis 600 Kronen pro Kopf – je nach Menüwunsch – kosten die Feiern im Krug. Gesellschaften bis zu rund 100 Personen sind möglich. Meist sind es zwischen 30 und 50. 

Vier bis acht Konfirmationen richtet Christina Andresen Jahr für Jahr aus – abhängig von den Konfirmationsterminen im Umkreis. „Mit dem Wegfall des Buß- und Bettages ist ein fester Konfirmationstag weggefallen“, bemerkt die 50-Jährige.

Kräfte zehrende Doppelveranstaltung

Es ist im Saxburger Krug auch schon vorgekommen, dass zwei Konfirmationsfeste zeitgleich ausgerichtet wurden, verteilt auf den großen und den kleinen Saal. „Das ist dann schon sehr stressig“, so Christina Andresen.

Zwei Personen stehen in einem langen, festlich gedeckten Saal mit Holzbalkendecke und großen Fenstern.
Dres und Christina Andresen im großen Festsaal, der unter anderem auch für Konfirmationsfeiern genutzt wird.

Konfirmationen sind mehr denn je ein großes Ereignis. „Ich würde sagen, sie sind mittlerweile auf der Stufe mit einer Goldenen Hochzeit“, sagt die Gastwirtin. Die ganz großen extravaganten Wünsche gebe es in der Regel nicht, „man merkt aber schon, dass dem Fest besondere Bedeutung beigemessen wird.“

Das ist auch Christinas Vater Andreas aufgefallen, der im Krug immer noch aushilft. „Die Feste waren früher einfacher und traditioneller. Es waren familiäre Zusammenkünfte. Ich kann mich noch gut an meine Konfirmation vor genau 64 Jahren hier im Krug erinnern. Gleich zu Beginn signalisierten sich einige männliche Gäste mit Kartenmischbewegungen, dass später doch wohl Skat gekloppt wird. Das war damals ganz normal“, erwähnt Dres Andresen mit einem Schmunzeln. Er wurde damals zusammen mit drei Cousinen konfirmiert. Da bot sich ein gemeinsames Fest im Krug an.

Ausgefallene Chauffeurdienste

Die Tradition, mit einem besonderen Fahrzeug vor der Kirche oder dem Krug abgeholt zu werden, gab es zu seiner Zeit noch nicht. „Heute wird da ja ganz groß ausgeholt. Wir haben schon alles erlebt. Dabei waren Kutsche, Feuerwehrauto, Lastwagen, Oldtimer und oft auch große Traktoren, weil wir in einer ländlichen Umgebung leben. Auch Motorradfahrer sind mit Konfirmanden schon mal losgedüst“, berichtet der 78-Jährige.

Heutige Konfirmationen sind im Vergleich zu früher nicht besser oder schlechter, so Tochter und Papa Andresen. Sie sind aber anders. 

„Man merkt es an Kleinigkeiten. Es werden nicht mehr so viele Lieder gesungen und Reden geschwungen wie einst“, bemerkt Christina Andresen.

Geschenke auspacken mit eigenem Schatzmeister

Das Öffnen und Auspacken der Geschenke ist nach wie vor ein zentraler Akt bei den Konfirmationsfesten. Geschah es früher eher vor dem Essen, „wird es heute danach gemacht, als Zeremonie. Die Konfirmandin und der Konfirmand öffnet die vielen Umschläge, in denen sich meist Geld befindet, und lassen die Absender von Geschwistern oder anderen Familienmitgliedern festhalten. Von einem Kassenwart werden natürlich auch die Summen notiert“, berichtet Christina Andresen mit einem Lachen.

Nachkonfirmation mittlerweile nicht mehr im Krug

Die Daten dazu, wer was geschenkt hat, ist für eine anschließende persönliche oder schriftliche Danksagung der Konfirmandinnen und Konfirmanden wichtig. Viele Familien richten auch eine sogenannte Nachkonfirmationn aus. Alle Gönnerinnen und Gönner werden dann zu Kaffee und Kuchen eingeladen. Für solche Zusammenkünfte wurde einst auch der Saxburger Krug gebucht.

„Das ist aber schon lange her. Seit den 90ern wird das nicht mehr gemacht. Die Familien laden mittlerweile zu sich nach Hause ein“, erwähnt Dres Andresen.

Er wird seiner Tochter demnächst wieder zur Hand gehen. In diesem Jahr stehen vier Konfirmationsfeiern auf der Auftragsliste.